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Enzo Mari

Biografien
Enzo Mari

*  1932 Novara

Enzo Mari studiert von 1952 bis 1956 in Mailand Literatur und Kunst an der Accademia di Brera. Als Autodidakt beginnt Enzo Mari als Designer mit Entwürfen für die Industrie, 1957 entwirft er sein erstes Objekt für Danese. Früh beschäftigt sich Enzo Mari mit der Psychologie der visuellen Wahrnehmung, für seine Arbeiten spielen sozialtheoretische und wahrnehmungstheoretische Aspekte eine wichtige Rolle. Neben seiner Arbeit als Künstler und Industriedesigner setzt sich Enzo Mari immer auch theoretisch mit der Rolle von Objektdesign im Alltag und der Funktion des Designers auseinander. 1963-66 lehrt Enzo Mari an der Scuola Umanitaria in Mailand, er hat als Designtheoretiker großen Einfluss und setzt sein Leben lang die Lehrtätigkeit an zahlreichen Universitäten und Instituten im In- und Ausland fort. 1970 erscheint das Buch "Funzione della ricerca estetica", 2001 veröffentlicht Enzo Mari das Buch "Progetto e Passione". Enzo Mari fordert von jedem Designer "sein eigenes Modell einer idealen Welt zu definieren". Ein Designer hat nicht bloß die Aufgabe ästhetisch schöne Massenprodukte zu entwerfen, jeder Entwurf muss vor allem nützlich, zweckgerichtet und materialgerecht sein. 1971 nimmt Enzo Mari an der Ausstellung "Italy - The New Domestic Landscape" im Museum of Modern Art in New York teil. Von 1976 bis 1979 ist Enzo Mari Vorsitzender der Associazione per il Disegno Industriale (ADI). Aus der großen Anzahl von über 1.500 Objekten, die Enzo Mari für Firmen wie Danese, Driade, Adelphi, Alessi, Artemide, Gabbianelli, Ideal Standard, Interflex, Le Creuset, KPM, Olivetti, Rosenthal, Zanotta und viele andere entwirft, gehören zu den bekanntesten Entwürfen Enzo Maris sicher die aus einem Stück Eisenträger bestehende Schale "Putrella" (1958), die doppelt konische Kunststoffvase "Pago-Pago" (1969), die auch umgedreht als Vase benutzt werden kann, der schräge Papierkorb "In Attesa" (1970), der Stuhl "Sof-Sof" (1971), der Stuhl "Delfina" (1974) mit Sitz und Lehne aus Segeltuch, das mit Reißverschlüssen zusammengehalten wird, der Wandkalender "Formosa" (1970), das Ablagesystem "Sumatra" (1976) oder der Metall-Brieföffner "Giglio" (1985).