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Ercole Ferrata

Biografien
Ercole Ferrata

*  1610 Pellio Inferiore (Pellio Intelvi)
† 1686 Rom


Ercole Ferrata nimmt unter den Bildhauern des italienischen Hochbarock zweifelsfrei einen der ersten Ränge ein.
Zur Welt kommt Ercole Ferrata im Jahr 1610 in Pellio Inferiore. Der Knabe ist kränklich und erhält deshalb Heimunterricht. Trotz seiner labilen Gesundheit soll Ercole Ferrata Bildhauer werden, Tommaso Orsolino in Genua, der mit der Familie verwandt ist, übernimmt die Ausbildung.
Sieben Jahre hält der junge Ercole Ferrata in Genua aus und erträgt die Strenge des Lehrmeisters. Dann aber geht er nach Neapel. Hier arbeitet Ercole Ferrata vorerst vor allem als Steinmetz für Bauschmuck, doch entstehen in den 1630er und 1640er Jahren auch schon freie Plastiken im Auftrag hoher Familien.
In Neapel wird Ercole Ferrata im Jahr 1645 zuletzt erwähnt. Nach einem Aufenthalt in L´Aquila lässt sich Ercole Ferrata 1647 in Rom nieder. Ercole Ferrata kann in der Ewigen Stadt rasch den Kontakt zu Gianlorenzo Bernini herstellen, der beherrschenden Figur der hochbarocken Skulptur. Für Bernini arbeitet Ercole Ferrata einige Skulpturen in St. Peter aus und setzt damit den Startschuss für eine zeitlebens andauernde Verbindung. Ercole Ferrata bewegt sich in höchsten Künstlerkreisen: Auch mit Pietro da Cortona kann Ercole Ferrata zusammenarbeiten; in dessen Auftrag stuckiert er in der Chiesa Nuova (1648-1651). Ebenso knüpft Ercole Ferrata Kontakte zu Alessandro Algardi und beteiligt sich unter anderem zwischen 1652 und 1656 an der Ausschmückung von S. Nicola da Tolentino.
Ercole Ferrata macht sich in Rom also schnell einen guten Namen, und schon 1654 wird er in die Accademia di San Luca aufgenommen. 1666 wird er zum Akademievorstand gewählt, lehnt dieses Amt jedoch ab. Stattdessen leitet er gemeinsam mit C. Ferri eine Römische Bildhauerakademie für Florentiner Künstler, die Cosimo III., seines Zeichens Großherzog der Toskana, gegründet hatte.
Ercole Ferrata führt bald eine überaus bedeutende und große Werkstatt in Rom. Die Arbeiten, die Ercole Ferrata verantwortet, sind dabei von gleichbleibend hoher Qualität und einem barocken Klassizismus verpflichtet.
Ercole Ferrata verstirbt 1686 in seiner Wahlheimat Rom.