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Erich Fritz Reuter



1911 Berlin
1997 Stolpe

Erich Fritz Reuter wird 1911 in Berlin geboren und gehört zu den bedeutendsten Bildhauern der deutschen Nachkriegszeit. 1926 geht er vom Köllnischen Gymnasium in Berlin Mitte ab, beginnt eine Steinmetzlehre und wird bis 1934 mit Restaurierungsarbeiten in Schlössern und Museumsbauten vertraut. Darüber hinaus besucht er von 1926 bis 1929 nebenher die Kunstgewerbeschule in Berlin Charlottenburg. Reuter und sein Bruder sind in radikalen linken Jugendorganisationen aktiv und flüchten letztlich vor den Nazis nach Spanien. Fortan wendet er sich gegen die Politik und widmet vollends der Kunst. 1934 bis 1940 ist er Student der Hochschule für Bildende Kunst und schließt an der Meisterschule für Bildhauer ab. Sein Stil wurde vor allem durch seine Vorbilder Lehmbruck, Barlach und Kolbe geprägt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geht Reuter vorerst nach Dresden, zieht aber 1949 in den Westteil Berlins. 1952 wird Reuter Professor für Plastisches Gestalten an der TU Berlin und bildet angehende Architekten aus. Obwohl Erich Fritz Reuter weiterhin nicht, wie die meisten Bildhauer dieser Zeit, abstrakt arbeitet, erhält er 1953 den Ersten Preis des Verbandes der Deutschen Kunstkritiker. In den folgenden Jahren gewinnt Reuter mehrere baubezogene Kunstwettbewerbe wie z.B., Bad Kreuznach 1956, Wolfsburg 1957 und 1961, Bonn 1958, Giessen 1959, Rio de Janeiro 1960, Münster 1962, Lagos 1962 und schafft weiterhin zahlreiche Schauspielerporträts. 1966 zeigt die Lausanner Galerie Gattlen die erste Retrospektive Reuters. Das 1963 geschaffene Bronzerelief "Gegensätzliche Strukturen" (Audimax der TU Berlin) wird auf der Weltausstellung in Montreal gezeigt. Von 1966 bis 1968 nimmt Reuter eine Gastprofessur in Istanbul an. Zurück in Berlin, gestaltet Reuter von 1973 bis 1981 Bodenarbeiten für die Staatsbibliothek und das Institut für Musikforschung. Mitte der 80er Jahre verschlechtert sich der Gesundheitszustand Reuters zunehmend und er zieht aufs Land nach Holstein. Dort stirbt Reuter 1997 in Stolpe.

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