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Ernst Stadelmann

Biografien
Ernst Stadelmann

*  1894 München
† 1972 Rom


Ernst Stadelmann beginnt 1918 ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Angelo Jank. Es folgen Reisen in die Metropolen Europas und der USA, wo er zahlreiche Eindrücke sammelt, die für seine weitere künstlerische Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind. Nach der Unstetigkeit der 1920er Jahre lässt sich der Künstler 1931 in Malcesine am Gardasee nieder. Hier verbindet ihn bald eine enge Freundschaft mit Karl Hofer, dessen Vorbild in den bis 1943 entstehenden Landschaften und Stillleben klar erkennbar ist. Ab 1937 wird der Einfluss Hofers in den Stillleben zunehmend durch das Vorbild des französischen Rokoko-Malers Jean-Baptiste-Siméon Chardin verdrängt; in diesem Jahr bezieht Stadelmann ein Atelier in Paris, wo er fortan die Wintermonate verbringen wird. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bedeutet für ihn eine deutliche Zäsur. Während er ab 1943 Kriegsdienst leistet, wird sein Anwesen am Gardasee besetzt und fällt 1945 der Plünderung anheim, zahlreiche Werke werden dabei zerstört. Im September 1948 kehrt Stadelmann gesundheitlich angegriffen aus der Kriegsgefangenschaft zurück. 1951 übersiedelt er nach Südafrika; in seiner neuen Heimat findet der Künstler zu einer veränderten Bildsprache. Die von dieser völlig andersartigen Natur ausgehende Faszination findet ihren Ausdruck in einer neuen Lichtgebung und einer ungewohnt expressiven Skizzenhaftigkeit. Reisen 1956 und 1960 bereiten seine Rückkehr nach Europa vor. 1962 lässt sich Stadelmann in Rom nieder, wo er unermüdlich arbeitet. Nach langer Krankheit stirbt der Künstler am 1. September 1972.