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Franco Albini

Biografien
Franco Albini

*  1905 Robbiate
† 1977 Mailand


Franco Albini studiert bis 1929 am Politecnico in Mailand Architektur. Er arbeitet bereits während der Studienzeit im Büro von Gio Ponti mit, dessen Einfluss sich in Franco Albinis frühen Entwürfen im Art-Deco-Stil zeigt. 1930 eröffnet Franco Albini in Mailand ein eigenes Büro. Er arbeitet als Innendekorateur und Designer, nach dem Krieg ist er auch als Architekt tätig. Mit seinen Designentwürfen für Möbel nimmt Franco Albini an Ausstellungen teil, so 1930 an der Triennale in Monza, 1936 an der Triennale in Mailand. In Mailand zeigt Franco Albini progressive Entwürfe für die rationelle Aufteilung kleiner Räume, für seine "Stanza per un'uomo" (Zimmer für eine Person) gestaltet er Möbel, deren Komponenten eine oder mehrere Funktionen erfüllen. Bereits 1941 entwirft Franco Albini ein Radio, dessen Gehäuse aus Glas ist, dessen Transparenz somit die technischen Innereien offenbart (es wurde jedoch nie produziert). In den 1950er Jahren entstehen Franco Albinis populärste Designentwürfe, zu denen seine Entwürfe für Regale und Sitzmöbel gehören, die von Poggi und Cassina produziert werden. Die Regale sind leicht zerlegbar und beliebig erweiterbar, die Regalstützen werden zwischen Boden und Decke eingespannt, oder die Regalbretter werden an Metallketten aufgehängt. Sie kommen dadurch ohne Rückwand aus und können auch als transparente Raumteiler genutzt werden. Franco Albini entwirft Sitzmöbel aus Rattan, wie 1951 die Sessel "Margherita" und "Gala", von 1952 ist der Stuhl "Fiorenza" (für Artflex), von 1956 die Schaukelliege "PS 16". Ab 1952 wird die Designerin und Architektin Franca Helg Partnerin des Büros, sie hat bei etlichen der Entwürfe entscheidenden Anteil. Franco Albini baut als Architekt vor allem Wohnsiedlungen in Mailand. 1957 entsteht das Kaufhausgebäude für La Rinascente in Rom. Als Gemeinschaftsarbeit mit Franca Helg und Bob Noorda plant Franco Albini 1962/63 die Stationsbauten der Linie 1 der Mailänder U-Bahn. 1945/46 ist Franco Albini auch Redakteur der Zeitschrift "Casabella". 1963-1977 lehrt Franco Albini am Mailänder Politecnico.