Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
François Duquesnoy

Biografien
François Duquesnoy

*  1597 Brüssel
† 1643 Livorno


Vom großen internationalen Ruhm des flämischen Barockbildhauers François Duquesnoy zeugen bereits die zahllosen Varianten seines Namens: Du Quesnoy, du Quesnoi, Canoi, Cannoy, Carino, Chenné, Connoe, Dequenova, Ducan, Ducanoe, Duchennel, Kenoy, Quercetus, Quercia, della Quesnoi, de Quesnoy und di Quesnoy. Am geläufigsten sind die Versionen François Duquesnoy und François Du Quesnoy.
Zur Welt kommt François Duquesnoy im Jahr 1597 in Brüssel. Der Knabe wird in eine Bildhauerfamilie hineingeboren und wird vom Vater ausgebildet. In jungen Jahren scheint er auch die Werke des Peter Paul Rubens kennenzulernen. Aus dieser Frühzeit sind jedoch keinerlei Quellen bekannt, und auch die Frühwerke des François Duquesnoy sind weitgehend verschollen.
1618 reist François Duquesnoy, nachdem er von Erzherzog Albert ein Stipendium erhalten hat, nach Rom. Statt der zwei Jahre, die das Stipendium vorsieht, bleibt François Du Quesnoy aber dauerhaft. Sein erstes Jahrzehnt in der Ewigen Stadt verbringt François Duquesnoy, ähnlich wie viele Künstler der Epoche, mit Antikenrestaurationen.
Zwischen 1625 und 1628 verbindet François Duquesnoy, der auch mit Nicolas Poussin eng befreundet ist, eine Zusammenarbeit mit dem zweifellos wichtigsten italienischen Barockbildhauer, mit Gianlorenzo Bernini. François Duquesnoy beteiligt sich an dessen berühmtem Baldachin für St. Peter. Gemeinsam mit Giuliano Finelli und Andrea Bolgi arbeitet François Du Quesnoy an den Säulenputten und den Figuren der Bekrönung.
Vor allem aber befasst sich François Duquesnoy in Rom mit seinen überaus begehrten Kleinskulpturen in Bronze, Holz und Elfenbein. François Duquesnoy gelingt es dabei, Klassizismus und sinnenstarken Realismus zu vereinen.
Im Jahr 1643 nimmt François Du Quesnoy eine Einladung von Ludwig XIII. an und macht sich nach Frankreich auf. Er erreicht sein Ziel jedoch nicht. François Duquesnoy verstirbt im Jahr 1643 in Livorno im Haus eines Goldschmieds aus Flandern.