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Francois Gérard

Biografien
Francois Gérard

*  1770
† 1837


Der großartige Porträtist François Gérard gilt als einer der bedeutendsten Maler des französischen Klassizismus der zweiten Generation.
François Gérard, mit vollem Namen François Pascal Simon Gérard, kam als Sohn eines Franzosen und einer Italienerin 1770 in Rom zur Welt, in den frühen 1780er Jahren übersiedelte die Familie nach Frankreich. Hier konnte François Gérard dank der Vermittlung des dortigen Arbeitgebers seines Vaters in der Pariser "Pension du roi" die Kunst erlernen. Zu seinen Lehrern rechneten Augustin Pajou, Nicolas-Guy Brenet und ab 1786 der große Jacques-Louis David, der den jungen François Pascal Simon Gérard zu seinem Lieblingsschüler erkor.
Der Tod seines Vaters führte François Gérard 1790 für einige Monate nach Rom, 1793 verstarb auch die Mutter. François Gérard heiratete nur wenig später die jüngere Schwester seiner Mutter, seine Tante Françoise Mattei.
François Pascal Gérard, der finanziell alles andere als gut gestellt war, nahm zur selben Zeit eine Anstellung in Jacques-Louis Davids Atelier an. Doch schon bald sollte seine Fortune sich wenden: Auf den ersten großen Erfolg, den François Gérard 1795 mit einem heute verschollenen Gemälde mit dem Titel "Bélisaire portant son jeune guide blessé au pied par la morsure d'un serpent" feierte, folgte ein Jahr darauf der Startschuss für eine Karriere als gefeierter Porträtmaler mit dem in tonigem Kolorit und betont bürgerlichem, natürlichem Habitus geschaffenen Bildnis von Isabey und seiner kleinen Tochter. Schon an diesem Werk zeigt sich die Größe des Bildnismalers François Pascal Simon Gérard, der in diesem Fach sogar seinen Lehrer Jacques-Louis David übertrumpfen konnte.
Sein bald gefestigter Ruf blieb nicht ungehört: Zahlreiche Aufträge für Bildnisse erhielt François Gérard zwischen 1800 und 1810 von Napoleon und seinen Verwandten, und rasch riss sich auch die Prominenz des Auslandes darum, ihm Modell zu sitzen. Daneben schuf François Gérard weiterhin historische, allegorische und literarische Gemälde von hoher Qualität.
François Gérard, der 1803 von Napoleon zum Ritter der Légion d'honneur erhoben wurde und "Erster Maler" von Kaiserin Joséphine war, konnte auch nach Napoleons Sturz 1814 / 1815 seine beeindruckende Karriere fortführen und wurde nun "Erster Maler" von Louis XVIII., der ihn sogar 1819 zum Baron adelte. Die nicht enden wollenden Aufträge ermöglichten es François Pascal Simon Gérard, ein großes Atelier zu führen, wobei unter seinen Mitarbeitern neben Marie-Eléonore Godefroid auch Jean-Baptiste Paulin Guérin, Louise-Rose-Julie Duvidal de Montferrier und Charles de Steuben zu benennen sind. 1837 verstarb François-Pascal Gérard in Paris. Werke von François Gérard sind heute international in so bedeutenden Museen wie dem Pariser Louvre ausgestellt.