François Morellet

1926 Cholet
- lebt und arbeitet in Paris und Cholet
Ab Mitte der 1950er Jahre begreift François Morellet das Bildfeld als eine potenziell unendliche Struktur, die über die Begrenzungen der Leinwand hinausreicht. Im Jahr 1953 entsteht mit "16 Quadrate" ein Werk, das als programmatisch für sein gesamtes späteres Werk herangezogen werden kann: die Bildfläche ist mit schwarzen, senkrecht und waagerecht verlaufenden Linien in 16 gleich große Vierecke unterteilt. In seinen Gemälden, später auch Skulpturen, variiert Morellet diese Sachlichkeit und radikale Reduktion, die Unterteilung einer Fläche, später auch eines dreidimensionalen Raums in Quadrate immer weiter. Dabei interessiert in die Methode mehr als das Endresultat, wobei doch immer auch die ästhetisch befriedigende Wirkung eine Rolle spielt. Morellet verwendet verschiedene Materialien, schon sehr früh, ab etwa 1963 verwendet er in seinen Arbeiten auch Neonröhren, oder er setzt kinetisch-bewegliche Elemente ein. 1960-1968 ist François Morellet Mitglied von "GRAV" (Groupe de Recherche d'Art Visuel), die Künstler arbeiten ebenfalls mit kinetischen Objekten und untersuchen mit Experimenten die Möglichkeiten der visuellen Kunst.
Mit der Arbeit "Relâche n° 1" von 1992 schafft François Morellet quasi die Synthese seines gesamten künstlerischen Werks, indem er alle bisher verwendeten Materialien - von der Leinwand über Neonröhren bis hin zum Klebeband und Metall - einsetzt und diese scheinbar zufällig anordnet. 1986 wird im Musée national d'art moderne in Paris eine große Retrospektive gezeigt.
Morellet, F.
Auktion 393 - 09.06.12
Lot 221 - noch 23 Tage
Objekt 1962
14.000 EUR
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Förg, Günther
Internetauktion
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Gouache 1988
Startpreis: 2.210 EUR
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