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Franz Frank

Biografien
Franz Frank

*  1897 Kirchheim unter Teck
† 1986 Marburg


Franz Frank beginnt 1919 ein Studium der Philosophie, Philologie und Kunstgeschichte in Erlangen, das er 1921 mit der Promotion abschließt. Anschließend studiert er ab 1921 an der Stuttgarter Kunstakademie, u.a. bei Robert Breyer, und wird dort von befreundeten Malern, besonders aber auch von den Gemälden Noldes und den späten Arbeiten Corinths beeinflusst. Mitte der 1920er Jahre findet Frank zu seinem eigenen Stil. Nach der Übersiedlung nach Dresden entstehen dunkeltonige Landschaften und sozialkritische Bilder. 1932 erfolgen seine Berufung an die Pädagogische Akademie in Kassel und sein Umzug nach Goßfelden in das Haus des Malers Otto Ubbelohde. Ab 1933 werden seine Arbeiten von den Nationalsozialisten als "entartet" verfemt und Frank wird aus dem Lehramt entlassen. Die Werke dieser Zeit zeichnen sich jedoch zunehmend durch eine lichte Farbigkeit aus, gegen Ende der 1930er Jahre konzentriert sich Frank immer mehr auf Landschaften, Porträts und Stillleben. Im Zweiten Weltkrieg wird er als Soldat schwer verletzt, nach Kriegsende nimmt er seine Maltätigkeit schnell wieder auf. 1954 zieht er nach Marburg an der Lahn und nimmt in der kommenden Zeit an zahlreichen Ausstellungen in Deutschland teil. Die folgenden zwei Jahrzehnte werden bestimmt durch Reisen und Aufenthalte in Jugoslawien, Italien, der Schweiz, Griechenland und auf den Mittelmeerinseln. Bis in die 1980er Jahre hinein beteiligt er sich regelmäßig an Ausstellungen. Die Thematik seiner Arbeiten speist sich aus der erlebten Gegenwart und aus historischen, biblischen und literarischen Motiven. Franz Frank ist mit seiner harmonischen Farbigkeit einer der bedeutendsten Koloristen der "verschollenen Generation".