Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Franz Gebhardt-Westerbuchberg

Biografien
Franz Gebhardt-Westerbuchberg

*  1895 Schwandorf/Oberpfalz
† 1969 Übersee am Chiemsee


Als Franz Gebhardt-Westerbuchberg 1920 sein Studium an der Kunstgewerbeschule München beginnt, kann er bereits auf eine bewegte Vergangenheit mit mehrjährigen Auslandsaufenthalten als Hotelfachmann und einer Kriegsgefangenschaft in England zurückblicken. Während seines anschließenden Studiums an der Akademie der bildenden Künste verkauft er bereits die ersten Bilder. 1927 verbringt der Maler ein Jahr in Spanien und wird dort stark von der spanischen Kunst des Barock und des Manierismus beeinflusst. Nach der Rückkehr nach München findet seine erste Ausstellung bei den "Juryfreien" statt. Es folgen Aufträge für Porträts und Gebrauchsgrafik. Gebhardt-Westerbuchberg heiratet die Bildhauerin Käthe Seele und übersiedelt mit ihr in ihre Heimatstadt Braunschweig, wo er kaufmännische Aufgaben im Betrieb der Familie Seele übernimmt. 1934 erwirbt das Paar einen Bauernhof auf dem Westerbuchberg bei Übersee am Chiemsee. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitet der Künstler als Kriegsberichterstatter in Russland, Südfrankreich und Istrien. Gegen Kriegsende gerät er kurzzeitig in amerikanische Gefangenschaft, kehrt aber bald an den Chiemsee zurück. Neben der künstlerischen Tätigkeit bewirtschaftet er dort seinen Hof. Der Maler wird Mitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft und nimmt regelmäßig an der jährlichen Großen Münchner Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. Anfang der 1950er Jahre verpachtet er die Landwirtschaft, um sich ganz der Malerei zu widmen. Es entstehen Landschaftsgemälde der Chiemsee-Gegend, Stillleben, Selbstporträts und religiöse Bilder, in den 1960er Jahren auch eine Reihe von illustrierenden Monotypien. Gebhardt-Westerbuchberg stirbt im Februar 1969 am Chiemsee.