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Franz von Lenbach

Biografien
Franz von Lenbach

*  1836 Schrobenhausen
† 1904 München


Franz von Lenbach wird am 13. Dezember 1836 im oberbayerischen Schrobenhausen geboren. Zunächst bei dem Bildhauer Anselm Sickinger und dem Tiermaler Johann Baptist Hofner ausgebildet, kommt Lenbach 1857 zu Karl von Piloty an die Münchner Akademie, mit dem er im folgenden Jahr auch eine Studienreise nach Rom unternimmt. 1860 erfolgt auf Empfehlung Pilotys die Berufung an die neugegründete und von von Kalckreuth geleitete Kunstschule in Weimar, zusammen mit Arnold Böcklin und dem Bildhauer Reinhold Begas. Lehnbach kehrt jedoch bereits 1862 nach München zurück. Sein kometenhafter Aufstieg in der Gesellschaft beginnt mit Kopien, die Lenbach bis 1866 im Auftrag des Grafen Schack nach weltberühmten Gemälden Alter Meister in den großen Galerien Italiens und Spaniens ausführt. Nach seiner Rückkehr nach München zeigt er die im Studium der Alten Meister gewonnene Festigung des persönlichen Porträtstils. Sind seine frühen Arbeiten durch lichthelle Farbigkeit bestimmt, so beginnen seit den 1870er Jahren seine Porträts, die er zunehmend für die Oberschicht aus Politik und Industrie ausführt, einen altmeisterlichen Galerieton aufzuweisen, der bei den Auftraggebern der Gründerzeit sehr beliebt ist. Seit 1871 hält sich Lenbach abwechselnd in München, Wien und Berlin auf, 1875/76 reist er zusammen mit Hans Markart und Carl Leopold Müller nach Ägypten. 1878 beginnt die freundschaftliche Beziehung zu Bismarck, die sich allmählich vertieft und bereits im selben Jahr entsteht das erste Bildnis des Kanzlers. Von 1882 bis 1887 verbringt Lenbach die Winter in Rom, wo er im Palazzo Borghese den vornehmen Rahmen für seine ständig steigende gesellschaftliche Stellung findet. In München entstehen 1883-89 in gemeinsamer Arbeit mit dem Architekten Gabriel von Seidl die Villa Lenbach, in der er ein klassisches Monument der Wohnkultur der Zeit schafft und die seit 1924 als Lenbach-Galerie der Städtischen Galerie angegliedert ist.


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