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Friedemann Hahn



1949 Singen
- lebt und arbeitet in Brandenberg bei Todtnau/Schwarzwald

Nach den ersten künstlerischen Anfängen 1969 in der Aktzeichenklasse bei Prof. Walter Hergenhahn an der Städelschule in Frankfurt am Main beginnt Friedemann Hahn 1970 ein Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Peter Dreher. 1974 zieht er als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes in ein eigenes Atelier nach Ratingen und setzt sein Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Prof. Karl Otto Götz fort. 1977 erhält er ein Stipendium der Karl-Schmidt-Rottluff-Förderungsstiftung und erste Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis "junger westen" der Stadt Recklinghausen. Andere Ehrungen, wie der Villa-Romana-Preis 1979 und der Villa-Massimo-Preis 1982/83 und 1985 ermöglichen dem Künstler längere Studienaufenthalte in Florenz und Rom. 1981 siedelt Friedemann Hahn nach Brandenberg bei Todtnau im Schwarzwald über und beginnt seine Lehrtätigkeit als Gastdozent an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim. Es folgt 1988 eine Gastdozentur an der Internationalen Akademie für Kunst und Gestaltung der Fachhochschule Hamburg sowie eine Gastprofessur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Seit 1991 lehrt der Künstler als Professor für Malerei an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Friedemann Hahn gehört seit den späten 1970er Jahren zu den herausragenden Malern des Neoexpressionismus in Deutschland. Seine frühen großformatigen Werke zeigen Figuratives in einem kraftvollen und farbstarken Stil. Häufig verwendet er Film-Stills, die er in Malerei übersetzt. In den späteren konzeptuell geprägten Bildern der 1990er Jahre wird hingegen alles Gegenständliche von schwarzen Strukturen bis zur Unkenntlichkeit überlagert oder durch geometrische Formen konterkariert. Heute stehen seine Bilder an der Grenze von Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen postmoderner Kunst und autonomer Malerei. 1994 wird seine Arbeit mit der Max-Lützke-Medaille ausgezeichnet.

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