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Friedrich Kunitzer

Biografien
Friedrich Kunitzer

*  1907 Przedecz/Polen
† 1998 Stift Katzenelnbogen im Taunus


Friedrich Kunitzer wird 1907 als Sohn russischer Staatsbürger in Polen geboren. Nach der russischen Revolution 1918 flieht Kunitzer, dessen Vater seit 1909 als Lehrer am zaristischen Kadettenkorps Deutsch unterrichtet, mit seinen Eltern nach Lodz. Ab 1926 studiert er zunächst an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau bei Friedrich Pautsch und Wladyslaw Jarocki und immatrikuliert sich 1929 für kurze Zeit an der Berliner Akademie für freie und angewandte Kunst. Die Suche nach schöpferischer Ruhe führt Kunitzer noch im selben Jahr nach Worpswede - der dortige Aufenthalt ist durch eine außergewöhnliche Produktivität geprägt. 1930 setzt er sein Studium an der Pariser Filiale der Krakauer Akademie bei Jozef Pankiewicz fort. Hier wird ihm die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen französischen Kultur geboten. Die Einberufung zur Armee beendet seinen Aufenthalt jedoch vorzeitig. Bei Ausstellungen in Posen, Bromberg, Lodz und Kattowitz erhält Kunitzer 1933 erstmals Gelegenheit, seine Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. 1936 erhält er ein Stipendium für ein Studium an der Münchner Akademie bei Karl Caspar. Als dieser von den Nationalsozialisten entlassen wird, folgt Kunitzer ihm nach Brannenburg am Inn. Im Zweiten Weltkrieg nimmt er als deutscher Soldat am Russlandfeldzug teil. 1947 stellt Kunitzer erstmals wieder öffentlich aus und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Berufsverbandes Bildender Künstler im hessischen Lauterbach. 1954 wird er Mitglied der Esslinger Künstlergilde. Nach der Heirat mit einer russischen Tänzerin 1957 lässt sich der Künstler nahe Körsdorf nieder. 1970 zählt Kunitzer zu den Mitbegründern der Künstlergemeinschaft "Westerwald, Taunus, Lahn", ab 1971 ist er deren Vorsitzender. 1987 wird ihm der Kulturpreis der Landsmannschaft Weichsel-Warthe verliehen.