Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Friedrich Vordemberge-Gildewart

Biografien
Friedrich Vordemberge-Gildewart

*  1899 Osnabrück
† 1962 Ulm


Friedrich Vordemberge-Gildewart, einer der wichtigsten Vertreter der geometrischen Abstraktion und der Konkreten Kunst, kommt im Jahr 1899 als Friedrich Vordemberge in Osnabrück zur Welt. Der Vater ist Schreiner, und auch für Friedrich Vordemberge ist dieser Beruf bestimmt. Doch 1919 übersiedelt der junge Mann nach Hannover, um an der Technischen Hochschule Innenarchitektur, Baukunst und Bildhauerei zu studieren (bis 1923/24).
In diesen Jahren taucht Friedrich Vordemberge, der 1920 den Namenszusatz "Gildewart" (nach seiner Heimatstraße in Osnabrück) zur Unterscheidung von einem gleichnamigen Vetter annimmt, tief in die Hannoveraner Avantgardebewegung ein. Er lernt den russischen Konstruktivismus und die Ideen des Bauhauses kennen, trifft auf Hans Arp, Kurt Schwitters, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. 1925 wird Friedrich Vordemberge-Gildewart neben Piet Mondrian und Theo van Doesburg Mitglied von De Stijl, zwei Jahre darauf ist er Mitbegründer des "Rings Neuer Werbegestalter". 1930 tritt Friedrich Vordemberge-Gildewart dann der Gruppe "Cercle et Carré" bei, zwei Jahre später zählt er zu den Gründungsvätern von "Abstraction-Création".
In seinen Werken ist von Anbeginn an eine konsequent geometrisch-abstrakte Ästhetik in ganzer Reinheit ausgeprägt. Die Erforschung von Farbflächenbeziehungen und die Erzeugung einer gleichsam übernatürlichen Harmonie sind Anliegen der Kunst von Friedrich Vordemberge-Gildewart. Und diese ist überaus vielseitig: Neben Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage, Fotomontage und Relief arbeitet Friedrich Vordemberge-Gildewart auch als Designer, Bühnenmaler, Raumgestalter und Typograf.
Friedrich Vordemberge-Gildewart, der während der NS-Diktatur als "entarteter Künstler" verfemt wird, flieht 1937 in die Schweiz und schließlich nach Amsterdam. Erst 1954 verlässt er seine Exilheimat und folgt einem Ruf an die Ulmer Hochschule für Gestaltung.
Im Jahr 1962 verstirbt Friedrich Vordemberge-Gildewart, dessen Werke international in den bedeutendsten Museen wie dem New Yorker Guggenheim Museum vertreten sind, in Ulm.