Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Fritz Steisslinger

Biografien
Fritz Steisslinger

*  1891 Göppingen
† 1957 Tübingen


Fritz Steisslinger studiert ab 1910 an der Kunstakademie in München und wird dort Schüler von Fritz von Uhde und Franz von Stuck. 1911 reist er nach Italien und setzt sein Studium an den Kunstakademien in Rom und Venedig fort. Er bleibt bis zum Kriegsausbruch, meldet sich aber 1914 als Kriegsfreiwilliger. Nach Kriegsende lebt er als freischaffender Maler in Seeburg bei Urach auf der Schwäbischen Alb. 1922 zieht er nach Böblingen und wird Mitglied der Stuttgarter Sezession. Trotz der zunehmenden Verwurzelung im Stuttgarter Künstlerleben ist er oft auf Reisen: 1924 und 1926 reist er nach Berlin, 1925 nach Venedig, Budapest und ins Engadin, 1928 an den Rhein. Von allen Reisen und Ausflügen dieser Zeit entstehen skizzenhafte Gouachen. 1929 übersiedelt Steisslinger nach Berlin, wo er Max Liebermann kennenlernt. 1934 besucht er zum ersten Mal Brasilien und ist fasziniert von der tropischen Farbigkeit, die ihn nachhaltig beeindruckt. Zwischen 1935 und 1937 folgen Fahrten ins Elsass, in die Schweiz und nach Paris. Kriegsausbruch und Militärdienst unterbrechen seine künstlerische Tätigkeit. 1946 beruft ihn Theodor Heuss an die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Steisslinger wird dort Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der wiederbelebten Stuttgarter Sezession. Sein Amt legt er 1948 nieder, um einen längeren Aufenthalt in Brasilien zu ermöglichen. Bis 1950 arbeitet er im brasilianischen Teresopolis; in dieser Zeit intensiviert sich die Farbigkeit seiner Bilder. 1951 kehrt er nach Böblingen zurück, unternimmt aber immer wieder Reisen nach Südamerika.