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Fulvio Pennacchi

Biografien
Fulvio Pennacchi

*  1905 Villa Collemandina/Lucca
† 1992 São Paulo


Fulvio Pennacchi wird 1905 in Villa Collemandina bei Lucca geboren. 1924-27 erhält er seine Ausbildung an der Academia Real de Pintura de Lucca und tritt nach Abschluß seiner Ausbildung die Nachfolge seines Professors Pio Semeghini an. 1929 wandert er aus politischen und wirtschaftlichen Motiven nach São Paulo in Brasilien aus. Dort wird er ab 1933 (?) Mitarbeiter im Atelier von Galileu Emendabili. 1935 hat er seine ersten Ausstellungen in São Paulo, er nimmt an der Kollektivausstellung im Palácio das Arcadas und an dem Salão Paulista de Belas Artes teil. In den 30er Jahren erhält er auch seine ersten Auszeichnungen (Grande Medalha de Prata). Durch die Teilnahme am Salão de Belas Artes schließt er Bekanntschaft mit Francisco Rebolo, dessen Atelier im Palacete Santa Helena er von nun an häufige Besuche abstattet. Er wird Mitglied der sogenannten Grupo Sta. Helena. 1936-40 wird er auf Empfehlung von Galileu Emendabili Professor de Desenho am Cólegio Dante Alighieri. 1951 beteiligt er sich an der I. Biennale in São Paulo. 1952 erhält er eine weitere Auszeichnung (Medalha de Oro). 1967 nimmt er an der Kollektivausstellung "O Grupo Sta. Helena - 30 anos depois" teil. 1973 tritt er mit einem Dokumentarfilm über sein Leben und Werk (1965-72, Secretaria de Turismo de São Paulo), der Retrospektive "Pennacchi - 40 anos de pintura" im Museo de Arte de São Paulo (Kurator Pietro Maria Bardi) ins Bewußtsein der Öffentlichkeit und der Kritik. Er hat seine ersten Ausstellungen in Italien und wird mit der Verleihung der Goldmedaille durch die Stadt Lucca geehrt. 1975 wird ihm der Orden Al Mérito dalla República Italiana durch den Präsidenten der Italienischen Republik verliehen, verbunden mit dem Grad eines comendador. 1979 wird ihm die Medalha Mário Andrade durch die Regierung von São Paulo verliehen. In den folgenden Jahren hat er zahlreiche weitere Ausstellungen und erhält zahlreiche weitere Auszeichnungen. 1992 stirbt er in São Paulo. Sein Werk läßt sich thematisch in zwei Gruppen unterteilen: religiöse Darstellungen (1940er Jahre, Fresken für die Kirche Nossa Senhora de Paz) und volkstümliche Darstellungen der ländlichen Bevölkerung, die er mit größerer künstlerischer Freiheit gestaltet. Sein Werk zeigt den Einfluß von Cézanne, der frühen italienischen Renaissancemaler, Giotto, Masaccio, Piero della Francesca. Er arbeitet in Öl, Fresko und ab 1952 mit Keramik. Sein Werk bewahrt sich trotz des Kontaktes zu den avantgardistischen künstlerischen Strömungen des 20. Jahrhunderts seine Eigenständigkeit.