Gasparo Diziani
1689 Belluno
1767 Venedig
Gasparo Diziani, der mitunter den Beinamen "Mamma" trägt, erlangte seine Meisterschaft vornehmlich in der Malerei, wenngleich auch Kupferstiche und delikate Zeichnungen von seiner Hand überliefert sind. Insbesondere im Frühwerk zeugt die in Farbe und Gestik überbordende Malweise noch vom Einfluss seines bevorzugten Lehrmeisters Sebastiano Ricci. Gaspare Diziani sollte jedoch bald einen Stil eigener Prägung entwickeln, der nicht weniger kraftvoll ist und nur kurz, in der zweiten Hälfte der 1740er Jahre, durch einen bemerkenswert sanften, gerundeten und feinen Strich unterbrochen wurde. Im Spätwerk indes liegt die besondere Errungenschaft der Malerei Gasparo Dizianis darin, mit seiner Malweise bereits zur nachfolgenden Epoche des Klassizismus hinüberzuweisen.
Zu den bevorzugten Sujets Gasparo Dizianis zählen insbesondere beredte religiöse Szenen und eindringliche Historiendarstellungen, denen er sich sowohl innerhalb der Malerei als auch in der Zeichnung und in der Druckgrafik widmete. Beeindruckende Bühnenbilder und ästhetisch verfeinerte Dekorationsmalereien vervollständigen das breite Spektrum des Künstlers. Werke von der Hand Gaspare Dizianis sind heute in den führenden Museen der Welt, unter anderem in der Eremitage in Sankt Petersburg, im Pariser Louvre oder in der Wiener Albertina, zu finden.
Frankreich
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