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Georg Friedrich Kersting

Biografien
Georg Friedrich Kersting

*  1785 Güstrow
† 1847 Meissen


Der mit seinen Interieurbildern berühmt gewordene Georg Friedrich Kersting rechnet zu den Hauptvertretern der deutschen Romantik und des Biedermeier.
Georg Friedrich Kersting wurde 1785 als Sohn eines nicht sehr wohlhabenden Amtsglasers in Güstrow geboren. Nach erstem Zeichenunterricht beim Vater und dem Maler Johan Beutel ermöglichte ein begüterter Vetter, der Rostocker Weinhändler Köster, dem jungen Georg Friedrich Kersting 1805 den Eintritt in die Kopenhagener Kunstakademie, die zu dieser Zeit als eine der fortschrittlichsten Einrichtungen bekannt war und an der auch Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich studiert hatten.
Nach dem Studium übersiedelte Georg Friedrich Kersting nach Dresden, wo die romantische Bewegung in jenen Jahren besonders florierte. Hier integrierte sich Georg Friedrich Kersting, seit 1809 Mitglied der Freimaurerloge "Phoebus-Apollo", rasch in die Kreise um Gerhard von Kügelgen, Theodor Körner, Caspar David Friedrich und die Malerin Louise Seidler. Mit Caspar David Friedrich verband Georg Friedrich Kersting eine enge Freundschaft, die sich in seinem wunderbaren Bildnis "Caspar David Friedrich in seinem Atelier" (1811, Hamburger Kunsthalle) widerspiegelt. Seit dieser Zeit gewannen Georg Friedrich Kerstings bereits zum Biedermeier hinüberweisende Interieurbilder, in denen die subtile und stimmungsvolle Lichtregie eine zunehmend wichtige Stellung einnahm, rasch an Beliebtheit.
Im Jahr 1818, nach den Wirren der Befreiungskriege, übersiedelte Georg Friedrich Kersting nach Meißen, wo er Malervorsteher der Porzellanmanufaktur wurde und Agnes Sergel ehelichte, die ihm vier Kinder gebar. Von Meißen aus bereiste Georg Friedrich Kersting, der neben seinem neuen Beruf auch als freier Maler aktiv blieb, noch zweimal Berlin (1822, 1844) und stattete 1824 Goethe einen Besuch in Weimar ab. Der Meister des Interieurporträts soll nach Zeugnissen seiner Zeitgenossen ein heiterer, frohsinniger und sympathischer Mann gewesen sein, der einen Schlag beim weiblichen Geschlecht hatte. Erst im Alter wurde er ein wenig schwermütig.
Am 1. Juli 1847 verstarb Georg Friedrich Kersting, geschwächt von mehreren Schlaganfällen, in Meißen. Werke seiner Hand befinden sich heute in wichtigen Museen wie dem Metropolitan Museum of Art in New York, der Münchner Neuen Pinakothek und dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum.