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Georges Mathieu

Biografien
Georges Mathieu

*  1921 Boulogne-sur-Mer

Georges Mathieu wird 1921 in Boulogne-sur-Mer (Pas-de-Calais) geboren. Er beginnt zunächst mit dem Studium der Philosophie und Literatur, bevor er sich mit 21 Jahren der Malerei zuwendet. Die ersten künstlerischen Arbeiten Georges Mathieus zeigen realistische Landschaften und Porträts, allmählich entwickelt sich jedoch ein sehr persönlicher, abstrakt-expressiver Stil.
Im Jahr 1947 organisiert Georges Mathieu gemeinsam mit dem Maler Camille Bryen eine Ausstellung, die tachistische Werke zeigt. Mathieu bezeichnet diese Stilrichtung auch als "non-figuration psychique" oder als "abstraction lyrique", die Werke stehen außerhalb von Tradition und formalen Regelsystemen. Bis 1951 organisiert Mathieu mehrere Gruppenausstellungen und er weist als einer der Ersten in Europa auf die Bedeutung der amerikanischen Abstrakten Expressionisten hin. Als dessen wichtigsten Vertreter sieht Mathieu den amerikanischen Maler Jackson Pollock und dessen spontane, gestische Malweise.
Georges Mathieu zählt neben Jean Fautrier und Jean Dubuffet zu einem der wichtigsten Vertreter des französischen Informel. Ab 1954 inszeniert Georges Mathieu den Malvorgang seiner großformatigen Bilder als künstlerische Aktion. 1956 fertigt er etwa im Théâtre Sarah-Bernhardt vor 2.000 Zuschauern innerhalb von 30 Minuten mit Farbe aus 800 Tuben ein 4 x 12 Meter großes Gemälde. In diesen, dem Happening und Action-Painting nahe stehenden Aktionen entstehen dekorativ lineare, an Kalligraphie erinnernde Gemälde.
Der Künstler Georges Mathieu findet international Beachtung, so sind seine Arbeiten Anfang der 1950er Jahre in Sonderausstellungen sowohl in Paris wie in New York zu sehen. Mathieu nimmt an zahlreichen internationalen Kunstschauen teil, 1959 werden Werke von ihm auf der documenta II in Kassel gezeigt. Anfang der 1960er Jahre entstehen bildhauerische Arbeiten, zudem fertigt Georges Mathieu auch Entwürfe für Möbel, Gobelins und Wandmalereien.
Mit dem im Jahr 1963 erschienenen Aufsatz "Au-delà du Tachisme" und anderen theoretischen Schriften macht sich Georges Mathieu auch einen Namen als Kunsttheoretiker.