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Gerbrandt van den Eeckhout

Biografien
Gerbrandt van den Eeckhout

*  1621 Amsterdam
† 1674 Amsterdam


Gerbrandt van den Eeckhout, einer der wichtigsten Vertreter der Rembrandt-Schule, kommt in Jahr 1621 in Amsterdam als Sohn des Goldschmieds Jan Pietersz. van den Eeckhout zur Welt. Die Familie stammt ursprünglich aus den katholischen südlichen Provinzen der Niederlande, von wo der Großvater während der Religionskriege geflohen war.
Es ist nicht überliefert, wo Gerbrandt van den Eeckhout seine erste Lehrzeit absolviert. Denkbar ist, dass Garbrant van den Eeckhout zunächst in die Fußstapfen des Vaters treten soll und das Goldschmiedehandwerk erlernt. Die Virtuosität, mit der Gerbrand van den Eeckhout später auch Ornamentstiche schafft, wie sie für dieses Handwerk benötigt werden, deutet jedenfalls darauf hin.
Der Künstlerbiograf Houbraken nennt Gerbrandt van den Eeckhout als Schüler Rembrandts. In der zweiten Hälfte der 1630er Jahre scheint Gerbrand van den Eeckhout in dessen Atelier gearbeitet zu haben.
Als Garbrant van den Eeckhout ab 1641 als freier Künstler an die Öffentlichkeit tritt, sind seine Grafiken und Malereien klar an Rembrandt orientiert. Auch das Werk eines Pieter Lastman, wohl vermittelt durch dessen Schüler Rembrandt, hinterlässt deutliche Spuren. Daneben kann in einer Werkgruppe mit meditativ versunkenen Heiligenfiguren oder Einsiedlern auch der Einfluss der Leidener Schule fassbar gemacht werden.
Unter den Künstlern der Rembrandt-Schule gilt Gerbrand Jansz. van den Eeckhout als eine der kraftvollsten Gestalten. In seinen alttestamentlichen, mythologischen oder dichterischen Szenen erweist er sich als überaus origineller Künstler. Auch seine Bildnisse, Landschaftsmalereien, Konversations- und Soldatenstücke zeigen die vielseitige Begabung eines Malers, der unterschiedliche Stile virtuos beherrscht. Neben der Malerei tritt Gerbrand Jansz van den Eeckhout auch als Entwurfszeichner für Druckgrafik auf und greift hin und wieder sogar selbst zur Radiernadel.
Gerbrandt van den Eeckhout, als Künstler schon zu Lebzeiten sehr erfolgreich und heute beispielsweise im Pariser Louvre ausgestellt, bleibt zeitlebens unverheiratet. Im Jahr 1674 verstirbt Gerbrandt van den Eeckhout im Amsterdamer Haus seiner Schwägerin, die in seinen letzten Lebensjahren für den Junggesellen sorgt.