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Giacomo della Porta

Biografien
Giacomo della Porta

*  1533 Porlezza (Lombardei)
† 1602 Rom


Giacomo della Porta, einer der wichtigsten Architekten des italienischen Manierismus und "Proto-Barock", kommt im Jahr 1533 in Porlezza in der Lombardei zur Welt. Auch Rom wird als möglicher Geburtsort genannt.
Rom jedenfalls ist unbestreitbar das Zentrum für den Künstler Giacomo della Porta. Er erlernt sein Handwerk wohl bei Giacomo da Vignola, tritt aber vor allem als legitimer Erbe des großen Michelangelo auf den Plan: 1563 arbeitet der 30-jährige Giacomo della Porta nach den Plänen des älteren Künstlergenies in Rom (Kapitolsplatz, Konservatorenpalast, Neugestaltung des Senatorenpalastes).
Giacomo della Porta macht sich mit diesen Arbeiten rasch einen klingenden Namen und wird zehn Jahre später zum Bauleiter für St. Peter ernannt. Zu diesem Großprojekt der Architekturgeschichte trägt Giacomo della Porta vieles bei: Zusammen mit Domenico Fontana verantwortet er den Kuppelbau (1588-1590), der über Michelangelos kühne Pläne noch deutlich hinausgeht.
Ebenfalls im Jahr 1573 wird Giacomo della Porta mit einem anderen, nicht minder wichtigen Bauwerk betraut: Die Verantwortung für den Bau der berühmten Mutterkirche der Jesuiten, "Il Gesù" in Rom, wird nach dem Tod von Giacomo da Vignola in die Hände seines einstigen Schülers Giacomo della Porta übergeben. Giacomo della Porta entwirft nun die berühmte Schaufassade des Baus, die 1584 fertiggestellt ist. Mit diesem Projekt erweist sich Giacomo della Porta als unverzichtbarer Stichwortgeber für die Baukunst des kommenden Jahrhunderts.
Giacomo della Porta, dessen richtungsweisende architektonische Werke auch in hochqualitativen Druckgrafiken verbreitet sind, verstirbt im Jahr 1602 in Rom.