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Giorgio Vasari

Biografien
Giorgio Vasari

*  1511 Arezzo
† 1574 Florenz


Giorgio Vasari zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der italienischen Renaissance, denn er war nicht nur ein begabter Maler und Architekt, sondern darüber hinaus der wohl bedeutendste Kunstschriftsteller der Frühen Neuzeit.
Giorgio Vasari erblickte im Juli des Jahres 1511 in Arezzo das Licht der Welt, wo sein künstlerisches Talent schon früh gefördert wurde. Es fügte sich glücklich, dass der Knabe nach Florenz kam und dort mit den Sprösslingen aus dem Hause der Medici Unterricht erhielt. In diesem äußerst fruchtbaren und anregenden Umfeld sollte Giorgio Vasari nicht nur seine künstlerische Ausbildung unter anderem bei Baccio Bandinelli und bei Andrea del Sarto vervollständigen, sondern darüber hinaus eine umfassende klassische Bildung erhalten. Die Medici blieben zeitlebens die wichtigsten Förderer Giorgio Vasaris. Dabei fungierten sie nicht nur als einflussreiche Auftraggeber für den Künstler Giorgio Vasari, der unter anderem die Umgestaltungsarbeiten am Florentiner Palazzo Vecchio in den 1550er und 1560er Jahren verantwortete. Mehr noch sollte Giorgio Vasari bis zu seinem Tod im Jahr 1574 durch die persönlichen Verbindungen zu den Medici, die er durch seine Stellung als Hofmaler und -architekt noch vertiefen konnte, ein weitreichendes Kontaktnetz aufbauen, das aus Künstlern, Schriftstellern und Gelehrten bestand.
Der außerordentliche Rang, den Giorgio Vasari innerhalb der Kunstgeschichte einnimmt, resultiert schließlich aus einem gewaltigen literarischen Projekt. Denn mit den 1550 in einer ersten, 1568 in einer erweiterten zweiten Version veröffentlichten Lebensbeschreibungen von Künstlern erarbeitete Giorgio Vasari erstmals eine in zeitlicher Abfolge geordnete Biographiensammlung. Vor diesem Hintergrund gebührt Giorgio Vasari mit Recht das Verdienst, als Begründer der modernen Kunstgeschichte bezeichnet zu werden.