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Gordon Matta-Clark

Biografien
Gordon Matta-Clark

*  1943 New York
† 1978 New York


Gordon Matta-Clark kommt 1943, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder, als Sohn des Künstlers Roberto Matta in New York zur Welt. Seine Kindheit verbringt Gordon Matta-Clark zwischen New York, Paris und Chile.
1963 schreibt sich Gordon Matta-Clark an der Cornell University in Ithaca ein, wo er 1968 sein Studium der Architektur abschließt. An der Cornell University geht Gordon Matta-Clark auch 1969 Dennis Oppenheim bei der berühmten "Earth Art"-Ausstellung zur Hand und begegnet Robert Smithson.
Noch im selben Jahr 1969 zieht Gordon Matta-Clark wieder nach New York zurück und arbeitet dort fortan als freier Künstler in verschiedensten Medien. Video, Film und Fotografie stehen neben Performances, Skulpturen, Zeichnungen und Collagen. Gordon Matta-Clark entwickelt auch experimentelle Verfahren und befasst sich beispielsweise mit den Materialveränderungen durch Kochen, indem er etwa Polaroid-Fotos frittiert. 1973 entstehen die "Photoglyphs", handkolorierte Fotografien von New Yorker Graffitis.
Am bekanntesten wird Gordon Matta-Clark durch sein Projekt "Anarchitecture": Aus (meist baufälligen) Gebäuden löst Gordon Matta-Clark Bauteile heraus und dokumentiert dieses Vorgehen fotografisch und filmisch. Diese Arbeiten heben Gordon Matta-Clark auf den Rang eines Wegbereiters des Dekonstruktivismus.
Gordon Matta-Clark erlangt in den 1970er Jahren rasch Bekanntheit und kann Einzelausstellungen im Museo de Bellas Artes in Santiago de Chile (1971), in der Neuen Galerie der Stadt in Aachen (1974), im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris (1974) sowie im Museum of Contemporary Art in Chicago (1978) bespielen. 1972 beteiligt sich Gordon Matta-Clark zudem an der fünften Kasseler Documenta, 1975 an der Biennale von Paris. Posthum zeigt das Castello di Rivoli in Turin 1991 eine Retrospektive.
1976 erschüttert ein Drama Gordon Matta-Clark: Sein Zwillingsbruder stürzt sich aus dem Fenster von Gordon Matta-Clarks Loft und begeht Selbstmord. Zwei Jahre darauf, 1978, verstirbt Gordon Matta-Clark in New York an Krebs.