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Gustave Le Bon

Biografien
Gustave Le Bon

*  1841 Nogent-le-Retrou
† 1931 Paris


Gustave Le Bon, geboren am 07.05.1841 im französischen Nogent-le-Retrou, studiert bis 1866 in Paris Medizin und ist danach als praktischer Arzt tätig. Daneben unternimmt er Reisen in eine Vielzahl europäischer, asiatischer und nordafrikanischer Länder, zu denen er neben Reisebeschreibungen auch archäologische und anthropologische Schriften, darunter "La Civilisation des Arabes" und "Les Civilisations de l'Inde" (beide 1884), verfasst. Zu Ruhm kommt Le Bon jedoch insbesondere durch sein Buch "Psychologie des foules" (1895), das ihn zum Begründer der Massenpsychologie macht. In ihm vertritt er die Auffassung, dass selbst ein in einer Hochkultur lebender Einzelner in der "Masse" seine Kritikfähigkeit verliert und zu einem affektiven, teilweise sogar primitiv-barbarischen Verhalten neigt. Le Bon zufolge ist der Einzelne in einer Massensituation leichtgläubiger und unterliegt so einer Art psychischen Ansteckungsgefahr, durch sich die die Masse von Führern leicht lenken lässt. Neben den erwähnten Schriften verfasst Le Bon, der stark am intellektuellen Leben teilnimmt und Kontakt mit Persönlichkeiten seiner Zeit pflegt, darunter mit den Philosophen Paul Valéry und Henri Bergson, auch zahlreiche Schriften zu Fragen der Hygiene, Physiologie, Politik und Soziologie. Gustave Le Bon stirbt am 15. 12. 1931 in Paris.