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Hanns Lautensack

Biografien
Hanns Lautensack

*  1524 Bamberg
† 1563 Wien


Der bedeutende deutsche Renaissancegrafiker Hanns Lautensack, der auch als Hans Sebald Lautensack bekannt ist, kommt 1524 in Bamberg als Sohn eines Malers und Organisten zur Welt.
Ab 1527 lebt die Familie in Nürnberg. Hier wird Hans Sebald Lautensack auch ausgebildet, doch die näheren Umstände der Lehre sind unbekannt. Möglicherweise lernt er, wie viele Druckgrafiker seiner Epoche, bei einem Goldschmied.
Hans Sebald Lautensack arbeitet zeitlebens hauptsächlich in den grafischen Künsten, besonders als Radierer. Gemälde seiner Hand sind nicht bekannt, wenngleich Hanns Lautensack nach Archivzeugnissen auch als Maler tätig wird.
In der Nürnberger Schaffensphase bis 1554 entstehen Stadtansichten und ab 1544 seine ausdrucksstarken Landschaftsgrafiken. Der Einfluss der Grafik Albrecht Altdorfers und auch Wolf Hubers wird hier offenkundig. Aber Hanns Lautensack beherrscht auch einen trockenen, gleichsam sachlichen Modus der Landschaftsgrafik vollkommen. In Porträtstichen führt Hans Sebald Lautensack die Nürnberger Bildnistraditionen fort und erweitert sie in den frühen 1550er Jahren um den "Fensterblick".
Hanns Lautensack macht sich rasch einen Namen als virtuoser Druckgrafiker. 1554 bestellt ihn deshalb Kaiser Ferdinand I. nach Wien. Hier soll Hans Sebald Lautensack dessen Münzsammlung stechen. In Wien wandelt sich der Stil von Hanns Lautensack: Einflüsse aus Frankreich und den Niederlanden dringen nun ein. Die Bildnisstiche, die statt Nürnberger Bürgersleuten jetzt bedeutende Humanisten und Mitglieder des Hofes zeigen, sind verstärkt manieristisch aufgefasst und nicht selten mit Rollwerk gerahmt. In der Landschaftsgrafik zeigt Hans Sebald Lautensack nun eine Orientierung an Hieronymus Cock, die Ansichten erscheinen panoramaartig geweitet.
Der einflussreiche Druckgrafiker Hanns Lautensack verstirbt wahrscheinlich 1564 in Wien.