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Hans Sebald Beham

Biografien
Hans Sebald Beham

*  1500 Nürnberg
† 1550 Frankfurt/Main


Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Barthel Beham zählt Sebald Beham zu den bedeutendsten Nachfolgern Albrecht Dürers und zu den Häuptern der "Kleinmeister" der deutschen Renaissance.
Geboren wird Sebald Beham im Jahr 1500 in der Dürerstadt Nürnberg. Dass sein voller Name Hans Sebald Beham laute, ist archivalisch nicht zu belegen, wird aber nach seinem Künstlermonogramm angenommen.
Bis 1528 entfaltet Hans Sebald Beham in Nürnberg seine umfassende künstlerische Wirkung. Schon 1525 aber trübt sich das Verhältnis zur Vaterstadt: Hans Sebald Beham, sein Bruder Barthel Beham und Georg Pencz werden in einem aufsehenerregenden Prozess als die "drei gottlosen Maler" der Häresie für schuldig befunden und aus Nürnberg verbannt. Zwar kann Hans Sebald Beham noch im Herbst des Jahres 1525 wieder nach Nürnberg zurückkehren, doch zwingt ihn schon 1528 ein Plagiatsprozess die Heimat wieder zu verlassen. Nach Stationen in Ingolstadt, Aschaffenburg, Mainz und München lässt sich Hans Sebald Beham 1532 schließlich dauerhaft in Frankfurt am Main nieder. 1533 gibt er sein Nürnberger Bürgerrecht auf.
Hans Sebald Beham ist als Grafiker von herausragender Bedeutung. Humanistische und antikisierende, aber auch realistische und moralisierende Sujets verwandelt Sebald Beham in verschiedenen druckgrafischen Techniken zu virtuosen kleinen Meisterwerken. Kupferstiche, einige Eisenradierungen sowie Vorlagen für Holzschnitte sind von seiner Hand bekannt. Zunächst steht sein Stil nahe bei Albrecht Dürer, später dringen vermehrt Einflüsse der italienischen Renaissancekunst ein.
Auch als Ornamentschneider ist Sebald Beham von hohem Rang. Seine phantasievollen, reichen Ornamentstiche dienen als Vorlagen für kunsthandwerkliche Entwürfe. Hinzu kommen Buchillustrationen sowie Grafiken für Flugblätter von oft scharfem, satirischem Charakter. Nur eine einzige Malerei des Sebald Beham ist bekannt: die Szenen auf der berühmten Tischplatte für Kardinal Albrecht of Brandenburg (1534, Paris, Musée du Louvre).
Im Jahr 1550 verstirbt Hans Sebald Beham in Frankfurt am Main.