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Hans von Aachen

Biografien
Hans von Aachen

*  1552 Köln
† 1615 Prag


Der Maler Hans von Aachen rechnet zu den bedeutendsten Vertretern des Manierismus nördlich der Alpen.
Geboren wird Hans von Aachen im Jahr 1552 in Köln. In seiner Geburtsstadt geht er auch in die Lehre; sein Meister ist E. Jerrigh, ein Porträtmaler aus Flandern. Als junger Mann reist Hans von Aachen nach Italien. Hier ist er zwischen 1574 und 1586 in Venedig, Rom und Florenz nachzuweisen.
Zurück in Deutschland lebt und arbeitet Hans von Aachen von 1588 bis 1596 in seiner Geburtsstadt Köln sowie in Augsburg und vor allem in München. Aufträge erhält er von den Fuggern aus Augsburg und in besonderem Maße vom Münchner Herzogshof. Hier lernt Hans von Aachen auch seine Braut kennen: die Tochter des berühmten Orlando di Lasso, seines Zeichens herzoglich bayerischer Hofkapellmeister.
Kurz nach der Hochzeit zieht Hans von Aachen im Jahr 1596 nach Prag, um dort den Posten des Hofmalers auszufüllen. Schon 1592 war er kaiserlicher Kammermaler geworden, und bald nach der Übersiedlung gehört Hans von Aachen zum engsten Kreis von Kaiser Rudolf II., der ihn auch in Diplomatendienst nimmt. Im Jahr 1594 krönt die Erhebung in den Adelsstand die Laufbahn des Hans von Aachen. Nach dem Tod Kaiser Rudolfs II. (1612) tritt Hans von Aachen in die Dienste des Kaisers Matthias, für den er auch in Wien tätig wird.
Als Hauptmeister des "Rudolfinischen Manierismus" verknüpft Hans von Aachen Elemente des italienischen und des flämischen Manierismus zu einer verfeinerten Hofkunst. Zu nennen sind die Herrscherporträts, aber auch und insbesondere die Frauenakte und die erotisierten mythologischen Figuren. Kräftige Lichtkontraste, übersteigerte Bewegung und Gestik sowie Idealisierungstendenzen kennzeichnen den Manierismus des Hans von Aachen.
Der gefeierte Maler stirbt 1615 in Prag.