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Heinrich Siepmann

Biografien
Heinrich Siepmann

*  1904 Mülheim/Ruhr
† 2002 Mülheim/Ruhr


Der abstrakte Maler und Grafiker Heinrich Siepmann rechnet zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Nachkriegsavantgarde.
Im Jahr 1904 kam Heinrich Siepmann in Mülheim an der Ruhr zur Welt. 1925 schrieb er sich an der Folkwangschule in Essen ein und studierte dort bis 1927 bei Karl Kriete, Josef Urbach und Joseph Enseling, um danach ab 1928 als freier Maler zu arbeiten. Landschaften und Stillleben beherrschen das noch realistisch-figurative Frühwerk. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre führten Heinrich Siepmann ein Stipendium und Aufträge für Altmeisterkopien nach Heilbronn, München und Kassel, was eindrucksvoll von seiner früh erreichten technischen Perfektion kündet. Doch die Karriere von Heinrich Siepmann wurde durch seinen Wehrdienst (1941-1945) im Zweiten Weltkrieg jäh unterbrochen und konnte erst nach Kriegsende wieder aufgenommen werden - dafür mit umso größerer Wucht: 1948 zählte Heinrich Siepmann neben Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Ernst Hermanns, Emil Schumacher und Hans Werdehausen zu den Gründungsvätern der Künstlergruppe "junger westen", und bereits in diesen Jahren fand Heinrich Siepmann seinen herausragenden Weg in die geometrische Abstraktion. In den 1960er Jahren näherte sich Heinrich Siepmann zeitweise auch informell-gestischen Ausdrucksformen an, doch blieb die reine, klare Form zeitlebens sein eigentliches Element und entfaltete im "konstruktivistischen" Spätwerk seit den 1970er Jahren eine besondere Kraft.
Heinrich Siepmann wurde für sein vitales Oeuvre mit vielen Ehrungen bedacht, 1962 erhielt er etwa den "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim a.d. Ruhr", 1979 folgte der "Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen", 1981 der "Grand Prix" der Internationalen Biennale für Druckgrafik in Seoul und 1997 der "Ida-Gerhardi-Preis". Werke seiner Hand werden in vielen Museen und öffentlichen Sammlungen präsentiert, darunter etwa das Rheinische Landesmuseum in Bonn, das Museum am Ostwall in Dortmund, das Folkwang Museum in Essen, das Museum für konkrete Kunst in Ingolstadt und das Staatliche Russische Museum St. Petersburg. 98jährig verstarb Heinrich Siepmann im Jahr 2002 in seiner Geburtsstadt.