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Hermann Hesse

Biografien
Hermann Hesse

*  1877 Calw
† 1962 Montagnola/Schweiz


Hermann Hesse, geboren am 02.07.1877 im württembergischen Calw, lebt nach Abbruch des Priesterseminars im Kloster Maulbronn und Abschluss einer Buchhändlerausbildung in Basel ab 1904 als freier Schriftsteller und Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen in Gaienhofen am Bodensee. Schon in seinen ersten größeren Werken, den Romanen Peter Camenzind (1904) und Unterm Rad (1906), thematisiert er den Konflikt von Geist und Natur, der sich durch sein gesamtes literarisches Werk zieht. Während des Ersten Weltkrieges veröffentlicht Hesse, der seit 1912 in Bern lebt und 1923 die Staatsbürgerschaft der Schweiz erhält, zahlreiche politische Aufsätze und offene Briefe gegen den Krieg verschiedenen deutschen, österreichischen und schweizerischen Zeitungen. 1926 wird er auswärtiges Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, aus der er 1931 auf eigenen Wunsch wieder ausscheidet. 1931 zieht er nach Montagola in der Schweiz, wo er bis zu seinem Tod am 09. 08. 1962 lebt und arbeitet. Hesse, dessen Werke während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland als unerwünscht gelten, erhält 1946 den Nobelpreis für Literatur und 1955 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinem literarischen Ruhm verhelfen ihm neben zahlreichen Gedichten, Erzählungen, Essays und Aufsätzen insbesondere seine Romane "Demian" (1919), "Siddartha" (1922), "Der Steppenwolf" (1927), "Narziss und Goldmund" (1930) und "Das Glasperlenspiel" (1943). Hesses gesamtes literarisches Schaffen, d.h. sowohl seine Prosa als auch seine nostalgische, oft nahezu larmoyante und volksliednahe Lyrik weisen ihn als einen harmonisierend-epigonalen Nachfahren der Romantiker aus.


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