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Jacopo Amigoni

Biografien
Jacopo Amigoni

*  1682 Neapel
† 1752 Madrid


Der Maler, Zeichner und Druckgrafiker Jacopo Amigoni, der auch unter den Namensvarianten Giacomo Amigoni und Santiago Amiconi bekannt ist, zählt zu den bedeutendsten Künstlern des Spätbarock.
Zur Welt kommt Jacopo Amigoni im Jahr 1682 in Neapel. Seine Ausbildung empfängt der junge Giacomo Amigoni im Umkreis von Luca Giordano, auch das Werk eines Francesco Solimena sowie der spätere Barock römischer Prägung beeinflussen den aufstrebenden Künstler.
Jacopo Amigoni übersiedelt wohl bald nach Beendigung der Lehrzeit nach Venedig, wo er 1711 erstmals archivalisch fassbar wird. Maler wie Sebastiano Ricci und Rosalba Carriera faszinieren den jungen Maler in seiner norditalienischen Wahlheimat nachhaltig. Auch Jacopo Amigoni selbst soll zu einem echten Hauptmeister des venezianischen Rokoko werden. Seine strahlenden Fresken, Grafiken und Gemälde, die sich bevorzugt mythologischen und historischen Szenen widmen, verströmen eine sanfte, elegante Heiterkeit.
Ab 1717 transportiert Jacopo Amigoni diesen Stil nach Süddeutschland. Hier fertigt er wichtige Arbeiten für die Schlösser in Nymphenburg und Schleißheim. Zwischen 1725 und 1729 ist Jacopo Amigoni, abgesehen von einer Reise nach Venedig (1726), insbesondere für die Benediktinerabtei in Ottobeuren tätig. Jacopo Amigonis Stil dieser Jahre, der als charakteristisch "venezianisch" gilt, erweist sich als überaus einflussreich für die spätbarocke Kunst Europas und empfängt seinerseits Anregungen aus dem französischen Rokoko und dem flämischen Spätbarock.
In den 1730er Jahren macht Jacopo Amigoni seine Kunst auch in England publik: Hier arbeitet er an der Ausstattung von Palästen, Villen und öffentlichen Gebäuden sowie als Porträtmaler bei Hofe.
Im Jahr 1739 reist Jacopo Amigoni zurück in sein Heimatland Italien. Er nimmt nun vor allem Aufträge von der Kirche und aus den Adelskreisen in Venedig und dem Veneto an. 1747 dann kehrt Jacopo Amigoni Italien erneut den Rücken und übersiedelt nach Spanien. In Madrid nimmt er, der in Spanien "Santiago Amiconi" gerufen wird, eine Stellung als königlicher Hofmaler an.
Im Jahr 1752 verstirbt mit Jacopo Amigoni einer der größten Maler des europäischen Rokoko in Madrid.