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Jacques Louis David

Biografien
Jacques Louis David

*  1748 Paris
† 1825 Brüssel


Jacques-Louis David hat als wichtigster Maler der französischen Revolutionszeit und Gründungsvater des Klassizismus Kunstgeschichte geschrieben.
1748 in Paris geboren und von zwei Onkeln aufgezogen, nachdem der Vater bei einem Duell sein Leben gelassen hatte, war Jacques-Louis David eigentlich zum Architekten bestimmt. Doch entschied Jacques-Louis David sich für eine Karriere als Maler und erlernte sein Handwerk ab 1766 als Schüler von Joseph-Marie Vien an der Académie royale de peinture et de sculpture.
Berühmtheit erlangte Jacques-Louis David mit einem Paukenschlag: Das zugleich von kraftvollem Pathos und erhabener Kühle durchströmte Gemälde "Der Schwur der Horatier" von 1784, das während einer Romreise entstand und heute im Pariser Louvre hängt, wurde - obschon ein Auftragswerk für den Monarchen - zum ersten Symbol der revolutionären Zeitenwende.
Als enger Vertrauter von Maximilien Robespierre stieg Jacques-Louis David in den Revolutionsjahren zum Leiter aller künstlerischen Belange auf und zeichnete für das Museums- und Ausstellungswesen ebenso verantwortlich wie für die propagandistische Inszenierung und Ausgestaltung von Festakten aller Art. Auf Jacques-Louis Davids Geheiß mussten im Jahre 1793 alle Kunstakademien, auch seine eigene Ausbildungsstätte, ihre Pforten schließen. Seine Stimme war auch daran beteiligt, den abgesetzten König Louis XVI. auf die Guillotine zu bringen.
Im Jahr der Königshinrichtung, 1793, schuf Jacques-Louis David das geradezu religiös überhöhte Gemälde mit dem ermordeten Revolutionär Jean-Paul Marat in der Badewanne, das nichts weniger als eine Ikone des Zeitalters wurde.
Doch schon ein Jahr darauf wendete sich das Blatt: Maximilien Robespierre wurde gestürzt, Jacques-Louis David 1794 und 1795 zwei Mal eingekerkert. Danach arrangierte sich Jacques-Louis David jedoch rasch mit den Umständen und gab auch seiner Kunst eine neue Richtung, die ihn zu zugänglicheren, farbigeren Werken und der Suche nach der "wahren Antike" führte. So konnte Jacques-Louis David auch unter Napoleon bald zum "Hofmaler" aufsteigen und schuf, insgesamt ein überaus bedeutender Bildnismaler, zahlreiche berühmte Porträts des neuen Machthabers, darunter das weltbekannte Reiterbildnis Napoleons bei der Alpenüberquerung (1800, Berlin, Schloss Charlottenburg). 1816, als auch Napoleons Ära zu Ende ging, wurde Jacques-Louis David des Landes verwiesen und übersiedelte nach Brüssel. Im belgischen Exil verstarb Jacques-Louis David im Jahr 1825.
Der klassizistische Stil von Jacques-Louis David sollte die Kunst Frankreichs für lange Jahre maßgeblich prägen und wurde von seinen zahlreichen Schülern und Nachfolgern fortgetragen. Zu diesen rechnen so bedeutende Maler wie Antoine-Jean Gros, François Gérard, Anne Louis Girodet, Jean-Auguste-Dominique Ingres, Alexandre Abel de Pujol und Jacques-Laurent Agasse. Weltweit verwahren die größten Museen Werke von Jacques-Louis David, darunter die Münchner Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, das Musée du Louvre in Paris und das Metropolitan Museum in New York.