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Jan Brueghel d.J.

Biografien
Jan Brueghel d.J.

*  1601 Antwerpen
† 1678 Antwerpen


Als Sohn von Jan Brueghel d.Ä. beginnt dieser wahrscheinlich 1611 eine künstlerische Ausbildung im Atelier des Vaters. 1622 bricht der junge flämische Künstler zu einer Italienreise auf, verkehrt in Mailand bei dem Erzbischof Borromeo, dem Mäzen seines Vaters und trifft in Genua mit seinem Freund Anthonis van Dyck zusammen. 1625 kehrt Jan Brueghel über Paris nach Antwerpen zurück und lässt sich als Meister in die St. Lukasgilde aufnehmen. Er übernimmt die Werkstatt seines kurz vor seiner Rückkehr verstorbenen Vaters und genießt bald einen gleichen Ruf wie dieser. Die anfänglich große Nachfrage nach den im Stile des Vaters gemalten Bildern lässt in den Dreißiger Jahren nach. Eine allmähliche Loslösung vom väterlichen Vorbild führt in der Motivübernahme und deren mosaikartige Weiterverarbeitung zu eigenständigen Landschaftsbildern. Marienlandschaften, um und kurz nach 1626 entstanden, gehören neben den Paradieses- und Höllenlandschaften zu Brueghels besonderen künstlerischen Leistungen. Mit Beginn der 1640er Jahre vollzieht sich ein stilistischer Umbruch in Brueghels Malerei. Nach Wunsch des Auftraggebers verwendet er den Stil Jan Brueghels d.Ä. oder des Blumenmalers Daniel Seghers. Nicht nur in der inhaltlichen Dimension, sondern auch in ihrer handwerklichen Qualität bilden die am Ende des Dreißigjährigen Krieges entstandenen neuartigen allegorischen Kompositionen der Variationen "Allegorie der Zwietracht" den Höhepunkt in Brueghels Spätwerk. Die Gestaltung mythologischer Themen spielt eine untergeordnete Rolle und stellen Gemeinschaftsarbeiten u.a. mit Rubens oder mit Josse de Momper dar. Als Mitglied der berühmten Malerfamilie stirbt Brueghel 1678 in Antwerpen und hinterlässt ein vor allem in der Tradition seines Vaters stehendes Werk.