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Jaroslav Serpan

Biografien
Jaroslav Serpan

*  1922 Prag
† 1976 verschollen


Der gebürtige Tscheche Jaroslav Serpan kommt mit seiner Familie bereits 1926 nach Frankreich. Er nimmt 1939 ein Studium der Mathematik und Biologie an der Sorbonne auf. Wenig später wendet er sich als reiner Autodidakt der Malerei zu und beginnt zugleich auch schriftstellerisch tätig zu werden. 1946 schließt er sich der surrealistischen Bewegung an, wendet sich aber 1948 unter dem Einfluss von Antoni Tàpies, André Masson und Wols dem Informel zu. Vor einem meist monochromen Hintergrund trägt er klar konzipierte, pastose Strukturen auf, die sich aus einem dichten Gewirr aus sich rhythmisch zusammenballenden oder auseinanderlaufenden schwarzen Partikeln entwickeln. 1953 promoviert er in statistischer Biologie und lehrt dieses Fach auch später an der Sorbonne. 1963 gewinnt der seit 1957 in Le Pecq lebende Künstler den Prix Marzotto und die Couronne d'or des International Center of Aesthetic Research in Turin. In den folgenden Jahren setzt Serpan wiederholt mit dem Malen aus. So entstehen 1964/65 sowie zwischen 1968 und 1971 keine neuen Arbeiten. 1972 entwirft er als eine seiner letzten Arbeiten das Triptychon für die Abteikirche von Beaulieu. Von einer Bergtour in die Pyrenäen am 17. Mai 1976 kehrt er nicht zurück und gilt seitdem als verschollen.