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Jean-Auguste-Dominique Ingres

Biografien
Jean-Auguste-Dominique Ingres

*  1780 Montauban
† 1867 Paris


Jean Auguste Dominique Ingres wird 1780 als Sohn eines Bildhauers bzw. Stukkateurs in Montauban geboren. Häufige Ausflüge in Begleitung des Vaters nach dem nahen an Denkmälern aus der Antike reichen Toulouse vermitteln ihm erste Kunsteindrücke. Nach anfänglichem väterlichen Zeichenunterricht beginnt der 12jährige zu Ende 1791 oder Anfang 1792 ein Studium an der Akademie in Toulouse. 1797 tritt er in das Pariser Atelier von Jacques-Louis Davids ein und 1799 wird er in die École des Beaux-Arts aufgenommen. 1806 tritt Ingres im Salon erstmals als Porträtist auf, doch finden seine Bildnisse aufgrund ihres "gotischen Stils" zunächst keinen großen Anklang. Im selben Jahr beginnt der junge Künstler ein Stipendium in Rom wahrzunehmen, wo er bis 1819 bleibt. Unter dem Einfluss der Antike, aber auch der Werke Raffaels, Tizians und Masaccios löst sich Ingres zunehmend vom Stil seines Lehrers David und findet zu einer eigenständigen klassizistischen Malerei. Es entstehen Werke literarischen Genres, historischer und religiöser Thematik ("Gelübde Ludwigs XIII.", 1824), daneben Aktdarstellungen, u.a. sein unbestrittenes Meisterwerk "Die große Odaliske" von 1814. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Florenz, kehrt Ingres nach Paris zurück, wird in die Ehrenlegion aufgenommen, 1825 ernennt man ihn zum Mitglied der Akademie, 1829 zum Professor an der École des Beaux-Arts. Die ablehnende Haltung klassizistisch oder romantisch orientierter Kritiker gegenüber seinem Gemälde mit dem Martyrium des heiligen Symphorian veranlasst Ingres, 1835 die Direktorenstelle an der französischen Akademie in Rom anzunehmen. Als Ingres 1841 nach Paris zurückkehrt, ist er der führende Vertreter der Spätklassizismen in der Auseinandersetzung mit der französischen Romantik, besonders mit Delacroix, und dann mit dem Realismus Gustave Courbets. Ingres' klassizistischer, mit eleganter Linien- und Konturführung arbeitender Stil setzt sich als Widerpart gegen die zeitgenössischen Tendenzen durch und eröffnet dem Maler und Zeichner eine triumphale Karriere, die 1855 mit seiner Teilnahme auf der Weltausstellung in Paris, auf der er 48 Werke präsentieren kann, gekrönt wird. Vor allem in seinen Zeichnungen, Porträts und Aktdarstellungen zeigt sich Jean Auguste Dominique Ingres' Meisterschaft, die nicht nur für die französische Kunst der Folgezeit Vorbildcharakter hat.