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Jean-Baptiste François Pater

Biografien
Jean-Baptiste François Pater

*  vor 1695 Valenciennes
† 1736 Paris


Geboren wurde Jean-Baptiste François Pater im Jahr 1695 in Valenciennes, dem Geburtsort auch seines berühmten Lehrers Jean-Antoine Watteau. Jean-Baptiste Pater gilt als einer der begabtesten Nachfolger Watteaus und als bedeutender Maler des französischen Rokoko.

In seiner Geburtsstadt Valenciennes begann Jean-Baptiste Pater mit seinen ersten künstlerischen Studien. Seinen charakteristischen Stil prägte er jedoch erst in Paris als Schüler Jean-Antoine Watteaus aus, welcher schon 1702 in die französische Hauptstadt übersiedelt war. Die Lehrzeit währte nur kurz, was gelegentlich auf einen Watteau unterstellten schwierigen Charakter zurückgeführt wurde.
Nach Beendigung der Lehre kehrte Jean-Baptiste Pater kurzzeitig in seine Heimatstadt Valenciennes zurück, bevor er 23jährig im Jahr 1718 erneut sein Glück in Paris versuchte.

Die zweite Übersiedlung war von Erfolg gekrönt: In der Hauptstadt konnte Jean-Baptiste Pater nun auch für den Kundenstamm seines einstigen Lehrmeisters arbeiten, darunter wichtige Kunsthändler, die nun seine Werke vertrieben. Auch für den freien Kunstmarkt schuf Jean-Baptiste Pater zahlreiche Kompositionen.
Im Jahr 1728 krönte die Aufnahme in die renommierte Pariser Academie Royale die künstlerische Laufbahn von Jean-Baptiste François Pater, der zu Lebzeiten ebenso berühmt war wie sein Lehrer Watteau. 1736 starb der Maler erst 41jährig in Paris.

Das umfangreiche Werk von Jean-Baptiste François Pater zeigt in Stil und Motiv ("Fêtes Galantes") den Einfluss des Lehrers Watteau, doch auch die niederländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts hinterließ deutliche Spuren in Paters Oeuvre. Seine frühen Werke zählen zu den Höhepunkten des französischen Rokoko, während sich das Spätwerk gelegentlich durch eine gewisse Flüchtigkeit auszeichnet.
Jean-Baptiste Pater soll Zeit seines Lebens unter Existenzängsten gelitten haben, was seine enorme Produktivität erklären mag. Heute finden sich seine Werke in renommierten Museen wie der Londoner Wallace Collection und dem Pariser Louvre.