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Jean Baptiste Pillement

Biografien
Jean Baptiste Pillement

*  1728 Lyon
† 1808 Lyon


Der Maler und Grafiker Jean Baptiste Pillement zählt mit seinen Landschaften, seinen kunsthandwerklichen Vorlageblättern und vor allem mit seinen populären Chinoiserien zu den bedeutenden Vertretern des ausklingenden Rokoko.
Zur Welt kommt Jean Baptiste Pillement im Jahr 1728 in Lyon als Sohn des Ornamentkünstlers Paul Pillement. In Lyon erhält er auch seine erste künstlerische Ausbildung beim Vater und bei einem nur regional bedeutsamen Künstler dieser Stadt. Später reist Jean Baptiste Pillement nach Paris und arbeitet dort zunächst in der Gobelinmanufaktur als Patronenzeichner. In dieser Phase kommt Jean Baptiste Pillement in Berührung mit dem französischen Rokoko eines Antoine Watteau und François Boucher und formt seinen Stil, mit dem er in ganz Europa Berühmtheit erlangen soll.
Denn Jean Baptiste Pillement beschränkt sein Schaffen keineswegs auf Frankreich: Im Jahr 1745 übersiedelt Jean Baptiste Pillman nach Madrid; das Jahrzehnt von 1750 bis 1760 verlebt er in London. Außerdem führen ihn seine zahlreichen Arbeitsreisen nach Deutschland, Österreich, Italien, Polen und Portugal.
Überall, wo er arbeitet, macht sich Jean Baptiste Pillement mit seinen Grafiken, Ornamentstichen, Malereien und Entwürfen für Tapeten, Stoffe, Teppiche oder Keramiken rasch einen Namen. Der Künstler trifft den Nerv der Zeit: durch das französische Rokoko und die niederländische Genremalerei nachhaltig beeinflusst, spezialisiert er sich auf die hochmoderne Chinoiserie. Exotische Motive aus dem fernen Asien, das Jean Baptiste Pilmand freilich niemals unmittelbar kennenlernt, machen den besonderen Reiz seine Oeuvres aus.
Jean Baptiste Pillement, der in Paris als Hofmaler von Marie Antoinette tätig ist, verstirbt im Jahr 1808 in seiner Geburtsstadt Lyon.