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Jean François de Troy

Biografien
Jean François de Troy

*  1679 Paris
† 1752 Rom


Jean François de Troy, ein bedeutender Maler des französischen Rokoko und insbesondere der Régence-Zeit, wird im Januar des Jahres 1679 in Paris aus der Taufe gehoben.
Jean François de Troy wird in eine Künstlersippe hineingeboren und empfängt seine erste Schulung noch in jungen Jahren beim Vater, dem bekannten Bildnismaler François de Troy. Da dieser in der königlichen Akademie zu Paris lehrt, kann Jean François de Troy zudem eine grundständige akademische Ausbildung genießen. Der Vater ist es auch, der Jean François de Troy eine Reise nach Italien ermöglicht. Jean François de Troy bricht im Jahr 1699 auf und vervollständigt bis 1706 seine Ausbildung in den dortigen Kunstmetropolen.
Zwei Jahre nach seiner Rückkehr wird Jean François Detroy im Jahr 1708 in die Académie Royale aufgenommen. Jean-François de Troy kann sich nun bald einen klingenden Namen als Maler des Pariser Adels machen. Insbesondere zur Zeit des Régence-Stils, der zwischen etwa 1710 und 1730 vom schweren Hochbarock zum zarten Rokoko überleitet, schafft Jean François de Troy seine besten Arbeiten. Neben Genreszenen aus der "höheren Gesellschaft" entstehen Bildnisse, aber auch Historien, mythologische und religiöse Szenen. Außerdem zeichnet Jean-François de Troy Entwürfe für die berühmte Königliche Gobelinmanufaktur. Größter Erfolg ist dem Teppichentwurf zum biblischen Buch Esther beschieden, der nicht weniger als acht Mal auf die Webstühle gebracht wird.
Im Privatleben wird Jean François de Troy dagegen weniger vom Glück gestreift: Seine Frau gebiert ihm zwar sieben Kinder, doch alle sterben früh; und auch die Gattin verlässt den Maler lange vor der Zeit.
Im Jahr 1738 verlässt Jean François Detroy die Heimat und reist erneut nach Italien. In Rom ist er als neuer Direktor für die dortige Académie de France bestellt. Jean François de Troy findet in seinen späten Jahren auch eine neue Liebe. Als er aber 1751 den Posten des Direktors der Académie de France räumen muss und nach Paris zurückkehren soll, stürzt ihn die Ahnung des Verlustes seiner römischen Geliebten in tiefe Trauer. Noch in Rom verstirbt Jean François de Troy im Jahr 1752.