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Jean-Louis-Ernest Meissonier

Biografien
Jean-Louis-Ernest Meissonier

*  1815 Lyon
† 1891 Paris


Jean-Louis-Ernest Meissonier zählte um die Mitte des 19. Jahrhunderts zu den bekanntesten und beliebtesten französischen Künstlern und zu den Hauptvertretern einer akademisch und historistisch geprägten Malerei in Frankreich. Besonders seine feinmalerisch wirkenden Genrebilder waren weltweit gesucht und erzielten hohe Preise.

Der 1815 in Lyon geborene Jean-Louis-Ernest Meissonier kam schon in jungen Jahren nach Paris, wo er in das Atelier von Léon Cogniet zur Lehre eintrat. Bereits mit 21 Jahren konnte Jean-Louis-Ernest Meissonier große Erfolge mit seiner Genremalerei verzeichnen ("Der Schachspieler und der kleine Bote", 1836), die bald mit den Werken der großen niederländischen Genremaler des Barock wie Gabriel Metsu (1629-1667) verglichen und als diesen ebenbürtig erachtet wurde. Von 1836 an nahm die Zahl seiner Bewunderer stetig zu, und auch die Preise für die Werke von Jean-Louis-Ernest Meissonier schnellten rasch in die Höhe. Sein Bild "Ein Traum" von 1855 wurde von Napoleon persönlich für die bemerkenswerte Summe von 20.000 Francs erworben.

Das Gesamtwerk von Jean-Louis-Ernest Meissonier umfasst neben der Genremalerei auch Bildnisse und Buchschmuck. Mit seinen Gemälden zur französischen Kriegsgeschichte und weiteren Arbeiten widmete er sich ferner der nationalen Historie. Jean-Louis-Ernest Meissonier arbeitete in verschiedenen Techniken wie Radierung, Lithographie, Bildhauerei und Zeichnung - den größten Ruhm aber erntete seine exquisite Feinmalerei mit spitzem, trockenem Pinsel, deren manches Mal miniaturhafte Delikatesse von höchster technischer Meisterschaft kündet.
Zahlreiche Medaillen und Ehrenbezeugungen krönten den künstlerischen Schaffensweg von Jean-Louis-Ernest Meissonier und bezeugen die enorme Wertschätzung, die ihm zu Lebzeiten entgegengebracht wurde. Jean-Louis-Ernest Meissonier starb 1891 75jährig in Paris. Viele seiner Werke befinden sich heute in internationalen Museen.