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Jef Verheyen

Biografien
Jef Verheyen

*  1932 Itegem, Belgien
† 1984 Apt, Département Vaucluse, Frankreich


Jef Verheyen, einer der bedeutendsten und noch immer zu wenig bekannten Künstler aus dem Umfeld von ZERO, kommt im Jahr 1932 im belgischen Itegem zur Welt. Bereits 1946 beginnt Jef Verheyen ein Kunststudium an der Akademie von Antwerpen (bis 1954), wo er 1951 ein eigenes Atelier bezieht. Ein figuratives malerisches Frühwerk entsteht, auch mit der Kunst der Keramik befasst sich Jef Verheyen.
1956 entstehen schließlich die ersten monochromen Gemälde, zunächst in Schwarz und ein Jahr darauf in Weiß. Ab den 1960er Jahren folgen die reifen Meisterwerke: Meist handelt es sich um subtil abgestufte, überaus wirkungsmächtige Monochromien, die Licht, Farbe und, nicht zuletzt, den Prozess des Sehens thematisieren. Sehen ist für Jef Verheyen, wie er selbst es formuliert, nichts anderes als "Fühlen mit den Augen".
Jef Verheyen ist in der Avantgarde dieser Jahre fest integriert. Er lernt Roberto Crippa und Lucio Fontana kennen, mit dem Letztgenannten arbeitet er 1962 an einem Triptychon und dem Werk "Rêve de Möbius" zusammen. Auch in den Kreisen um Yves Klein, Hermann Goepfert und die ZERO-Koryphäen Günther Uecker, Otto Piene und Heinz Mack ist Jef Verheyen zu Hause. Er beteiligt sich nicht zuletzt an den meisten Ausstellungen von ZERO.
Dass Jef Verheyen heute dennoch im Vergleich mit den genannten Künstlern nur wenig bekannt ist, ist einer Eigenheit geschuldet: Er verweigert sich zeitlebens einer Zusammenarbeit mit Galerien. Trotz dieses Verzichts auf nachhaltige Eigenwerbung ist sein künstlerischer Rang an Museumspräsenzen klar abzulesen: Werke von Jef Verheyen finden sich heute in so renommierten Häusern wie dem SMAK in Gent, dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf, dem Kunsthaus Zürich oder dem Pariser Centre Pompidou. Zum Jahreswechsel 2010/2011 organisiert die ZERO FOUNDATION die Schau "Jef Verheyen and Friends" in der Langen Foundation in Neuss.
1974 erwirbt Jef Verheyen, ein vielgereister Künstler, ein Haus im französischen Département Vaucluse und übersiedelt dorthin. In seinem Judo-Verein in Apt im französischen Département Vaucluse erliegt Jef Verheyen 1984 einem Herzinfarkt.