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Johann Achert

Biografien
Johann Achert

*  1655 Rottweil
† 1730 Rottweil


Der Maler und Ratsherr Johann Achert zählt zu den wichtigen Vertretern der Barockkunst des deutschsprachigen Raums.
Geboren wird Johann Achert als Sohn eines armen Schneiders um 1655 in Rottweil. Hier besucht er die Schule und erhält wohl auch seine Ausbildung. Die Gesellenwanderung führt Johann Achert wahrscheinlich nach Augsburg und Konstanz.
Im Jahr 1682 wird Johann Achert Meister in Rottweil, im Jahr darauf schließt er die Ehe mit der Bürgermeisterstochter Amelia Eva Lindau. Eine weitere Eheschließung ist 1710/11 bezeugt. Die zweite Gattin ist Maria Franziska Gebel, die Tochter eines Hofgerichtskommissars. Zwischen 1711 und 1713 ist Johann Achert als Zunftmeister der Krämer nachzuweisen, auch als Ratsherr ist Johann Achert belegt. Der arme Schneiderssohn ist in Rottweil offenbar zu einigem Ansehen gekommen.
Dies dürfte auch mit seinem Erfolg als Maler zusammenhängen. Stilistisch ist Johann Achert ein Kind seiner Geburtsstadt: Seine Malereien sind der Rottweiler Schule verpflichtet. Unter den Künstlern Rottweils steht Johann Achert dem etwa gleichaltrigen Johann Georg Glückher am nächsten. Neben der Rottweiler Eigenart hinterlässt aber auch der strenge Barockklassizismus Frankreichs seine Spuren im Oeuvre des Johann Achert. Dies ist besonders in den Arbeiten zu beobachten, die während den Wanderjahren entstehen. Das reife Werk des Johann Achert ist von vielfiguriger Fabulierlust getragen. Eine besondere Vorliebe hegt Johann Achert für große Vordergrundfiguren vor weiten Szenerien und für die Farbklänge von Rot- und Weißtönen.
In jungen Jahren malt Johann Achert vor allem Bildnisse, aber auch Fahnen und Kulissen. Schon bald aber erhält er seine Aufträge von den höchsten Köpfen Rottweils und auch von den Adelshäusern aus der Umgebung, den Herren von Ensberg, von Bissingen und von Ulm-Erbach. Auch die Kirche zählt zu den Auftraggebern für die Malkunst des Johann Achert. Das Hochaltarblatt für die Freiburger Franziskanerkirche (1693) oder jenes für die katholische Stadtpfarrkirche in Weil (nach 1680) sind unter den sakralen Werken des Johann Achert besonders hervorzuheben.
1730 verstirbt Johann Achert in seiner Geburtsstadt Rottweil.