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Johann Christoph Storer

Biografien
Johann Christoph Storer

*  1620 Konstanz
† 1671 Konstanz


Der Maler und Grafiker Johann Christoph Storer, ein bedeutender Vertreter der deutschen Barockkunst und berühmter "Jesuitenmaler", kommt um das Jahr 1620 in Konstanz am Bodensee zur Welt. Sein Vater Bartholomäus Storer ist ebenfalls als Maler tätig und besorgt seine erste Ausbildung. Später schickt Bartholomäus Storer den Sohn auf die Jesuitenschule.
Über die eigentliche Malerlehre des Johann Christoph Storer ist nicht viel bekannt. Er lernt sein Handwerk, dem Zeugnis des Künstlerbiografen Sandrart folgend, in Augsburg. Als der Vater verstirbt, kehrt Johann Christoph Storer kurzzeitig in seine Geburtsstadt zurück, um dort dessen Nachlass zu regeln.
Wenig später, um 1640, ist er dann in Mailand nachgewiesen, wo Johann Christoph Storrer für einige Zeit auch im Atelier von Ercole Procaccini lernt und arbeitet. Die Werke von Daniele Crespi, Cerano und Morarzone beeinflussen Johann Christophorus Storer zu dieser Zeit in besonderem Maße. Er kann sich in Italien bald als selbstständiger Künstler einen Namen machen und beteiligt sich 1644 etwa an der Dekoration des Mailänder Domes zur dortigen Trauerfeier für Isabella von Spanien; 1645 erscheinen die Entwürfe auch als druckgrafische Folge. Im selben Jahr freskiert Johann Christophorus Storer in der Mailänder Kirche S. Maria della Pace.
Im Jahr 1652 siedelt Johann Christoph Storrer sich wieder zeitweise in Konstanz an, bevor er sich 1657 endgültig in seiner Vaterstadt niederlässt. Er arbeitet nun vor allem für die Jesuiten, mit denen er durch seine Schulausbildung verbunden ist. Insbesondere fertigt Johann Christoph Storer Gemälde und Stichvorlagen für die Kirchen und Publikationen des Ordens. Aber auch mit profanen Aufträgen wird Johann Christoph Storcz weiterhin bedacht.
Johann Christoph Storer, der in Konstanz als Ratsmitglied und Stadtsäckelmeister anerkannter Bürger ist, verstirbt im Jahr 1671 an unbekanntem Ort.