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Johann Elias Ridinger



1698 Ulm
1767 Augsburg

Nach einer ersten Ausbildung bei seinem Vater erhält Johann Elias Ridinger seit etwa 1711 bei dem Ulmer Maler Christian Resch eine handwerkliche Schulung in der Maltechnik und eignet sich dort die Grundlagen der Zeichenkunst an. 1713/14 wechselt der junge Künstler nach Augsburg zu dem Tier- und Pflanzenmaler Johann Falch. In dieser ersten Augsburger Zeit entstehen Kopien nach älteren Meistern und die ersten Tier-, vor allem Pferdedarstellungen. Empfehlungen des Augsburger Malers Gabriel Spitzel führen Ridinger 1715 bis 1718 zu dem Brandenburgischen Reichstags-Gesandten, dem Grafen Metternich nach Regensburg, der ihm ein eingehendes Studium der Tierdarstellungen bei Jagden und in der Reitschule ermöglicht. Um 1718/19 nach Augsburg zurückgekehrt, wird Ridinger auf der Stadtakadmie Schüler des Schlachtenmalers Georg Philipp Rugendas. Mit rund 1600 Stichen, Radierungen und Schabkunstblättern schafft Ridinger ein immenses Werk barocker Drucktechnik. Themen seines grafischen Schaffens stellen hauptsächlich die Darstellungen von Tieren und Jagden dar, die er nach eigenen Kompositionen und nach Vorlagen anderer Künstler sticht. Neben diesen widmet er sich in seinen Arbeiten Fabeln, Genredarstellungen, Bildnissen und religiösen Szenen. Aus der Vielzahl seiner grafischen Folgen sind vor allem folgende Werke hervorzuheben: "Vorstellungen der vortrefflichsten Fürsten-Lust oder der edlen Jagtbarkeit" von 1729, "Betrachtung der wilden Thiere..." von 1736, "Abbildung Der Jagdbaren Thiere mit derselben ... Faehrten und Spuhren" von 1740 und "Das Paradies". Zu seinem malerischen Werk gehören Gemälde mit Selbstbildnissen, Jagdlandschaften und Tierhetzen. Der von Johann Elias Ridinger betriebene Kunstverlag in Augsburg wird nach seinem Tode 1767 von seinen beiden Söhnen, den Kupferstechern und gleichzeitigen Mitarbeitern ihres Vaters Martin Elias und Johann Jakob Ridinger weitergeführt.

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