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Johann Karl Loth

Biografien
Johann Karl Loth

*  1632 München
† 1698 Venedig


Der Maler Johann Karl Loth wird 1632 in München geboren. Seine ersten künstlerischen Kenntnisse erlangt der Junge bei seinem Vater, dem bayerischen Hofmaler Ulrich Loth. Um 1650 setzt Johann Karl Loth seine Studien in Rom fort und übersiedelt bald ganz nach Venedig. Dort kommt er in Kontakt zu den bedeutenden Künstlern der Zeit wie Ruschi, Langetti und Zanchi. Wegen ihrer Vorliebe für die Helldunkel-Malerei werden diese auch als die "Tenebrosi"-Maler bezeichnet. Johann Karl Loth ist auch unter dem Künstlernamen "Carlotto" bekannt und gilt als typischer Maler des barocken "Virtuoso".
Zu den vorherrschenden Motiven von Loths Gemälden gehören biblische Motive des Alten Testaments sowie Themen der antiken Mythologie und Geschichte. Von Johann Karl Loth sind zahlreiche Altarbilder für Kirchen in Venedig, der Terraferma und auch in seiner bayerischen Heimat erhalten. So malt er 1677 den "Tod des Hl. Andrea Avellino" für die Theatinerkirche in München. Loths Altarbilder zeigen einen monumentalen Kompositionsaufbau, der durch die klar akzentuierende Farbgebung unterstützt wird. In Venedig erwirbt sich Loth den Ruf als eines der besten Altarbildmaler. Bei Loths kleinformatigeren Staffelei-Gemälden führt die stilistische Entwicklung von kraftvollen Werken, die den Einfluss Strozzis verraten, hin zu einer eleganteren Darstellungsweise, mit weniger pastoser, glatterer Pinselführung. Die warme, fast glühende Farbigkeit weicht einer aufgehellteren und kühleren Palette. Loth gilt neben anderen Künstlern wie Adam Elsheimer, Johann Liss und Johann Heinrich Schönfeld als einer der wichtigsten deutschen Maler des 17. Jahrhunderts, der nicht nur weitreichenden Einfluss auf die venezianische Malerei des 17. Jahrhunderts, sondern durch seine vor allem aus Bayern, Österreich und Böhmen stammenden Schüler auch auf die süddeutsche Malerei hat. 1698 stirbt Johann Karl Loth in Venedig.