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John L. Latham

Biografien
John L. Latham

*  1740 Eltham
† 1837 unbekannt


John L. Latham wird am 27. 06. 1740 in Eltham (England) geboren, studiert Medizin und praktiziert bis 1793 als Arzt in Datford in der Grafschaft Kent. 1775 wird er Mitglied der Royal Society und ist 1788 Mitbegründer der Linnean-Society of London (Linné-Gesellschaft). Neben seiner Tätigkeit als Arzt beschäftigt sich Latham mit jenen Vögeln Australiens, die damals sowohl lebendig als auch präpariert mit den Schiffen nach England geraten und gibt den bis dahin noch unbenannten Arten wissenschaftliche Namen. Ergebnis dieser Beschäftigung ist sein ornithologisches Werk "A general synopsis of birds" (1781-1801), das auch 106 von ihm selbst gefertigte Illustrationen beinhaltet. Wie auch andere Naturforscher seiner Zeit, z. B. der Franzose Leclerc de Buffon, legt Latham zunächst keinen Wert auf die Nomenklatur der von ihm aufgeführten Arten. Später jedoch erkennt er, dass nur eine binominale Nomenklatur, wie sie Carl von Linné verwendet, ihm den nötigen Respekt einbringt, die entsprechenden Arten als durch ihn bestimmt anzuerkennen. Entsprechend gibt er im "Index ornithologicus"(1791) jeder bis dahin von ihm beschriebenen Vogelart einen binominalen Namen. Allerdings kommt ihm hierin der deutsche Naturforscher Johann Friedrich Gmelin zuvor, der in der von ihm herausgegebenen 13. Auflage von Carl von Linnés "Systema naturae" (1788) die von Latham bestimmten Vögel mit wissenschaftlichen Namen versieht. Dennoch gilt John L. Latham, der am 04. 02. 1837 stirbt, als "Großvater" der australischen Ornithologie.