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Johnny Friedlaender

Biografien
Johnny Friedlaender

*  1912 Pless
† 1992 Paris


"Ich scheue den Zufall in meiner Arbeit; er ist nicht mein Meister. Ich habe mir die Strenge zur Regel gemacht. Ich notiere meine flüchtigen Ideen in Form von zahlreichen Skizzen und wie für eine Partitur werden sie immer mehr erarbeitet."
(Zitat aus "Friedlaender, Werkverzeichnis der Radierungen", Verlag Galerie Peerlings)

Gotthard Johnny Friedlaender wird am 21.Juni 1912 in Pless, Oberschlesien, als Sohn eines Apothekers geboren. Nachdem Friedlaender 1921 von Pless nach Breslau flüchtete, besucht er ab 1922 das dortige Gymnasium. 1928 wird Friedlaender Student an der Akademie der bildenden Künste in Breslau, wo Friedlaender in die Meisterklasse für Malerei bei Otto Mueller, ein Mitglied der Künstlervereinigung "Brücke", aufgenommen und später auch von Carlo Mense unterrichtet wird. Bereits in diesen Jahren arbeitet Johnny Friedlaender im grafischen Bereich der Lithografie und Radierung. Im Jahr 1930 siedelt Friedlaender nach Dresden über, wo er unter anderem an Ausstellungen in der Galerie J.Sandel teilnimmt. Nach Jahren des Krieges und der wechselnden Aufenthaltsorte lässt Friedlaender sich mit seiner Frau 1937 als politischer Flüchtling in Paris nieder. Ausstellungen seiner Radierungen in "L’Equipe" und "Matières et Formes" Gruppen, die von Gaston Diehl geleitet werden, folgen. Von 1938 bis 1939 arbeitet Friedlaender auf Bitten Paul Chadournes an der Revue "Marianne", einer literarischen Wochenzeitung, mit. Abermals wechseln kriegsbedingt Friedlaenders Aufenthaltsorte bis er 1945 nach Paris zurückkehrt. Er arbeitet für verschiedenen Zeitschriften und konzentriert sich auf sein Hauptdarstellungsmittel der Radierung, ohne das Aquarell ganz aufzugeben. 1948 reist Friedlaender nach Dänemark und stellt unter anderem in der Galerie Birch in Kopenhagen aus. Weltweite Ausstellungen folgen. Friedlaender ist einer der großen Erfinder im Bereich der farbigen Druckgrafik, er ist der schulbildende Maler und Grafiker in Paris, dessen Farbradierungen internationale Verbreitung genießen. 1987 findet eine Retrospektive zu Friedlaenders 75. Geburtstag in der Kunsthalle Bremen statt. 1992 stirbt Friedlaender in seiner Wahlheimat Paris.