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Josef Hoffmann

Biografien
Josef Hoffmann

*  1870 Pirnitz, Mähren
† 1956 Wien


Der Architekt und Entwerfer Josef Hoffmann gilt als eine der Hauptpersonen des Wiener Jugendstils, dessen Ideale er maßgeblich formuliert. 1887 beginnt er ein Architekturstudium an der Höheren Staatsgewerbeschule in Brünn (heute Brno, Tschechien), in Wien setzt Hoffmann von 1892 bis 1895 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Otto Wagner und Karl von Hasenauer fort. Ab 1899 ist Hoffmann selbst Lehrer an der Kunstgewerbeschule Wien und unterrichtet dort bis zum Jahr 1936. Josef Hoffmann gehört 1897 neben Koloman Moser, Joseph Maria Olbrich, Otto Wagner und Gustav Klimt zu den Mitbegründern der Wiener Secession. Im Jahr 1900 unternimmt er eine wichtige Reise nach England, wo er Mitglieder der britischen Arts-&-Crafts-Bewegung und deren Arbeiten kennen lernt. Vor allem jedoch die Bekanntschaft mit dem schottischen Künstler Charles Rennie Mackintosh bringt wichtige Impulse für Josef Hoffmanns eigenes Schaffen. Beeinflusst von den britischen Zusammenschlüssen von Künstlern und Kunsthandwerkern, gründet Hoffmann 1903 mit Koloman Moser und dem Bankier Fritz Wärndorfer die Wiener Werkstätte. Hoffmann ist neben Koloman Moser deren künstlerischer Leiter. Die Wiener Werkstätte ist bestrebt, der Kunst und dem Kunsthandwerk gleiche Bedeutung zu geben. So tragen die in der Werkstätte produzierten Objekte nicht nur das Monogramm des Gestalters, sondern auch das des ausführenden Handwerkers. Die Wiener Werkstätte umfasst alle Sparten des Kunsthandwerks und existiert bis 1932. Josef Hoffmann führt neben seiner Tätigkeit für die Wiener Werkstätte zudem ein eigenes, sehr erfolgreiches Architekturbüro. 1904 entwirft Hoffmann Bau und Innenausstattung des Sanatoriums in Purkersdorf, 1905-1911 entsteht das Palais Stoclet in Brüssel, 1907 das Cabaret Fledermaus in Wien. 1908 entwirft Hoffmann die berühmte "Sitzmaschine", die mit ihrer strengen Geometrie spätere Sitzkonstruktionen vorwegnimmt. Zahlreiche weitere Entwürfe für Möbel und kunsthandwerkliche Gegenstände werden folgen, die durch ihre klare und reduzierte Formensprache und die innovative Materialwahl maßgeblichen Einfluss auf nachfolgende Entwerfer haben werden. 1907 ist Josef Hoffmann Mitbegründer des Deutschen Werkbunds, von 1912 bis 1920 ist er Vorsitzender des Österreichischen Werkbunds.