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Joseph Cornell

Biografien
Joseph Cornell

*  1903 Nyack, New York
† 1972 New York


Joseph Cornell ist ein bedeutender Objektkünstler der US-amerikanischen Vor- und Nachkriegskunst, der den Surrealismus mit der reinen Formensprache des Konstruktivismus verbindet.
Zur Welt kommt Joseph Cornell am Heiligabend des Jahres 1903 in Nyack/New York. Joseph Cornell wird in eine feingeistige Familie hineingeboren, doch als Künstler bleibt er Selbstgelehrter. Aus reinem Interesse beginnt Joseph Cornell 1932, schon fast 30 Jahre alt, zu malen. Die Kunst des Surrealismus namentlich eines Max Ernst übt einigen Einfluss auf ihn aus. Joseph Cornell kann noch im Jahr 1932 an der "Surrealist Group Show" in New York teilnehmen (Galerie Julien Levy). In der Folge lernt Joseph Cornell die in New York tätigen Surrealisten kennen.
Bald schafft Joseph Cornell auch erste Collagen und Assemblagen sowie Schachtelobjekte, die Anregungen von Marcel Duchamp und Kurt Schwitters aufgreifen. Die Objektkunst von Joseph Cornell wird von seiner großen Sammelleidenschaft getragen: Stundenlang durchstöbert Joseph Cornell die kleinen Raritätenläden New Yorks auf der Suche nach geeigneten Objekten. Seine Fundstücke präsentiert Joseph Cornell in verglasten Kästen, den "boxes", und arrangiert sie in einer klaren, ästhetisch ansprechenden und symbolisch vertiefenden Weise. Neodada und Pop Art können an der Kunst des Joseph Cornell anknüpfen.
In den 1960er Jahren hat sich Joseph Cornell mit seiner poetischen Objektkunst völlig etabliert. Davon zeugt nicht zuletzt eine große Retrospektive, die 1967 im Pasadena Art Museum und im New Yorker Guggenheim Museum gezeigt wird. 1968 und 1972 kann Joseph Cornell zudem an den Kasseler documenta-Ausstellungen teilnehmen.
1972, im Jahr der documenta 5, verstirbt Joseph Cornell in New York.