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Julius Herburger

Biografien
Julius Herburger

*  1900 Ravensburg
† 1973 Ravensburg


Nach dem Ersten Weltkrieg, dessen Ende er als Musketier in Belgien miterlebt hatte, studiert Julius Herburger 1919-27 an der Kunstakademie Stuttgart. Als 25-Jähriger stellt er bei der "Stuttgarter Sezession" erstmals seine Arbeiten der Öffentlichkeit vor. Die Werke dieser Zeit zählen zu seiner "kubo-expressionistischen Phase", in der der Einfluss Willi Baumeisters noch deutlich zu spüren ist. 1926 reist er mit Baumeister zu Studienzwecken nach Paris und lernt dort Le Corbusier, Léger und Mondrian kennen. Wieder in Deutschland erhält Herburger 1928 den Preis der Stadt Stuttgart und beteiligt sich kurz darauf an der Ausstellung "Junge Künstler" des Deutschen Künstlerbundes im Berliner Schloss. 1930 verändert sich sein Malstil. Es beginnt nun eine malerisch-realistische Phase mit zunächst tonigen Kleinformaten. 1937 wird sein Gemälde "Bodensee-Landschaft" von den Nationalsozialisten aus dem Ulmer Museum entfernt. Mit Kriegsbeginn wird Herburger zum Kriegsdienst nach München versetzt. Nach Kriegsende nimmt er wieder verstärkt am kulturellen Leben teil und wird Gründungsmitglied der Sezession Oberschwaben-Bodensee (SOB). 1952 wird er Jurymitglied der Stuttgarter Sezession und des Kunstvereins und beteiligt sich von nun an regelmäßig an deren Ausstellungen. In den 1950er Jahren entstehen vor allem großformatige und farbintensive Bodensee-Landschaften. In der späten Werkphase lassen sich in seinen Arbeiten auch Einflüsse Max Beckmanns erkennen. 1965 präsentiert die Städtische Galerie Altes Theater in Ravensburg eine große Retrospektive des malerischen Werks, gefolgt von einer Ausstellung seiner Zeichnungen im Jahr 1970.