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Karl Plattner

Biografien
Karl Plattner

*  1919 Malles Venosta
† 1986 Mailand


Karl Plattner, einer der bekanntesten Südtiroler Künstler der Nachkriegszeit, kommt im Jahr 1919 in Mals (ital. Malles Venosta) zur Welt. In der kleinen, abgelegenen Marktgemeinde im Obervinschgau verlebt Karl Plattner, der neun ältere Geschwister hat, seine Kindheit. Früh verliert er den Vater, doch können ihm Mutter, Brüder und Schwestern mit viel Engagement diese Lücke füllen.
Karl Plattner fühlt sich zur Kunst hingezogen, kann aber zunächst nur den Beruf des Anstreichers erlernen. Zuerst ist er Lehrling in Mals, später wechselt er nach Brixen. Hier begegnet Karl Plattner dem Wiener Akademieprofessor Sebastian Fasal, der ihn zum Freskanten ausbildet. Begierig saugt Karl Plattner die neuen Informationen in sich auf, immer auf der Suche nach der perfekten Technik und der wirkungsvollsten Komposition. Nun entstehen die ersten Tafelbilder, Zeichnungen und Druckgrafiken, besonders Radierungen. In allen Gattungen stellt Karl Plattner sein differenziertes und durchdachtes Vorgehen unter Beweis. Dies gilt auch für seine Wandbilder im öffentlichen Raum, besonders jene aus der Nachkriegszeit.
Denn als er den Zweiten Weltkrieg und die Kriegsgefangenschaft überstanden hat, verschreibt sich Karl Plattner vollkommen der Kunst. Er studiert nun an den renommierten Akademien von Mailand, Florenz und Paris, lebt auch zwei Jahre in Brasilien (1952-1954). Am Ende der 1950er Jahre hat er seinen charakteristischen Personalstil schließlich gefunden, seine exakte, spannungsvolle Kompositionsweise perfektioniert. Stets bleibt Karl Plattner, den das Wechselspiel von Raum und Figur nachhaltig beschäftigt, dabei ein figurativer Künstler. Gleichwohl nimmt er auch gelegentlich die Anregungen der abstrakten und abstrahierenden Avantgardeströmungen auf.
Ab etwa 1965, Karl Plattner hat sich nun in Mailand niedergelassen, feiert er einige Erfolge mit seinen Gemälden und Grafiken. Nun kann er zahlreiche wichtige Ausstellungen bespielen und wird mit Preisen geehrt. 1976 erhält Plattner das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, 1985 folgt der Tiroler Landespreis für Kunst.
Karl Plattner verstirbt nur ein Jahr darauf in Mailand.