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Kasimir Malewitsch

Biografien
Kasimir Malewitsch

*  1878 Kiew
† 1935 Leningrad


Kasimir Malewitsch, nichts weniger als eine Ikone der geometrischen Abstraktion, kommt im Jahr 1878 in Kiew zur Welt. 1895 nimmt er ein Studium an der dortigen Kunsthochschule auf, erste Werke unter dem Eindruck des Impressionismus entstehen.
Zum Jahrhundertwechsel übersiedelt Kasimir Malewitsch nach Moskau. Hier kommt er bald in Kontakt mit der Avantgarde, befasst sich mit dem Symbolismus, wird vom Neoprimitivismus mitgerissen, wird selbst zur prägenden Figur des Kubofuturismus.
Ab 1913 entstehen geometrische, gegenstandslose Bilder. Auf der Futuristen-Ausstellung in Petrograd zeigt Malewitsch 1915 dann das "Schwarze Quadrat auf weißem Grund". Dieses Bild wird zu einem Markstein in der Geschichte der modernen Kunst und ist zugleich das Schlüsselwerk des Suprematismus. In seinem "Suprematistischen Manifest" von 1915 fordert Malewitsch dementsprechend die absolute Loslösung vom Gegenständlichen, eine neue Kunst der reinsten Empfindung.
Ab den 1920er Jahren wird es schwieriger für die russische Moderne, ein neuer Konservativismus greift um sich. 1932 zeigt man Malewitschs Werke auf der Moskauer Schau "15 Jahre Sowjetkunst" sogar, abgesondert vom Rest der Ausstellung, als Negativbeispiel für revolutionäre Malerei. Schon ab den späten 1920er Jahren kehrt Kasimir Malewitsch gleichwohl zur Figuration zurück, ein Werkkomplex, den die jüngere Forschung zunehmend würdigt.
Kasimir Malewitschs Arbeiten werden heute etwa im Russischen Museum in Sankt Petersburg, im Kölner Museum Ludwig, dem Amsterdamer Stedelijk Museum und dem Museum of Modern Art in New York präsentiert. Unter den zahllosen großen Ausstellungen seines Oeuvres sei lediglich auf die jüngste Schau "Malewitsch und die russische Avantgarde" (2013/14, Amsterdam und Bonn) verwiesen.
Kasimir Malewitsch verstirbt 1935 in Leningrad.